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Während in Berlin heute die 64. Internationalen Filmfestspiele mit Wes Andersens Episodenfilm „Grand Budapest Hotel“ (gedreht in Görlitz) eröffnet wird, laufen abseits der Berlinale und ihrem Hype um Stars und Sternchen auch in dieser Woche etliche neue Filme in den Kinos an.

Basierend auf einer wahren Geschichte kämpft in „Dallas Buyers Club“ Mitte der achtziger Jahre Ron Woodroof ums Überleben. Der Elektriker und Frauenheld erfährt nach einem Arbeitsunfall, dass er HIV-positiv und nur noch kurze Zeit zu leben hat. Da das einzige in den USA zu erhaltene Medikament seinen Zustand nur verschlechtert, reist Ron nach Mexiko, wo ihn ein Arzt, der mit alternativen Heilmethoden arbeitet, mit immunsystemstärkenden Präparaten aufpäppelt. Ron wittert das große Geschäft und beginnt gemeinsam mit dem ebenfalls an AIDS erkrankten Transsexuellen Rayon, die Produkte in die USA zu schmuggeln und in einem Verein für AIDS-Kranke gegen einen monatlichen Beitrag kostenfrei abzugeben. Das bleibt den US-Behörden natürlich nicht lange verborgen.

„Dallas Buyers Club“ basiert auf Gesprächen, die Drehbuchautor Craig Borton mit dem echten Ron Woodroof kurz vor dessen Tod im September 1992 führte. Hauptdarsteller Matthew McConaughey ist für den Oscar nominiert.

Der Deutschlandradio Kultur positiv: „Dieser Film macht nichts falsch. Er ist eine wunderbar präzise inszenierte Zeitreise in das spießige, konservative Texas der achtziger Jahre. […]und doch fragt man sich, warum er nicht in der Gegenwart spielt. Man gewinnt den Eindruck, als seien Homophobie, korrupte Pharmakonzerne und angeschlagene Gesundheitssystem Probleme vergangener Zeiten.“

Süddeutsche online lobt Matthew McConaughey : „McConaughey macht darüber hinaus aber tatsächlich etwas, was man ihm vor ein paar Jahren, als er noch den Beau in mittelmäßigen Romantic Comedies spielte, nicht unbedingt zugetraut hätte: Er verwandelt sich vor unseren Augen, nicht nur physisch, sondern als Mensch, ganz langsam, mit jeder Szene ein wenig mehr.“

n-tv hält fest: „Der „Dallas Buyers Club“ lässt jedoch bei aller Tragik auch die komischen Momente zu […]“Dallas Buyers Club“ ist kein Film über eine längst vergangene Zeit. Das Problem Aids ist noch lange nicht gelöst und Millionen von Menschen bräuchten einen Ron Woodroof, der ihnen beim Überleben hilft.“

Cinema online meint: „Sensationell gespieltes Zeitdokument über ein noch immer brisantes Thema, das fahrlässigerweise aus dem Gesellschaftsbewusstsein verschwunden ist.“

Dallas Buyers Club

Kino zum Film: hier