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Jasmine steht vor den Trümmern ihres Daseins: Ihr Mann, ein notorischer Schürzenjäger und großer Verlierer in der Finanzkrise landete wegen Betrugs im Gefängnis, wo er sich erhängte. Jasmines privilegiertes Leben geht den Bach hinunter. Der ganze Reichtum ist mit einem Schlag weg. Sie hat Angstzustände, führt Selbstgespräche, schluckt zu viele Antidepressiva. In ihrer Not zieht sie zu ihrer Adoptivschwester nach San Francisco, die als Supermarktkassiererin mit ihrem Sohn in einem kleinen Appartment wohnt und deren Männerbekanntschaften Jasmine eher schaudern lassen. Verzweifelt versucht Jasmine, ihre elegante Fassade aufrecht zu erhalten.

Deutschlandradio Kultur begeistert: „Es ist ein Vergnügen, Cate Blanchett dabei zuzuschauen, wie sie Jasmine spielt, zwischen verzweifelter Grandezza und Depression, manischen Anfällen und einer bodenlosen Unsicherheit, die sie immer wieder zum Glas und zur Pillendose greifen lässt. […] „Blue Jasmine“ ist die ernste Geschichte eines Abstieges, der nicht aufzuhalten ist.“

Der Deutschlandfunk fasst zusammen: „Doch auch der neue Woody-Allen-Film ist faszinierend, weil Allen mit großer Präzision eine Figur, einen Charakter vor uns gnadenlos entkleidet. So gehen Abwehr und Faszination bei uns Hand in Hand, wenn wir Cate Blanchett zuschauen, sehen, wie sie – alle Register grandioser Schauspielkunst ziehend -, wie sie eine komplexe Figur erschafft mit allen Abgründen, aller Verzweiflung, aller Fähigkeit, genauer Unfähigkeit, ein Leben aus Illusionen und Lügen aufzubauen.“

FAZ net: „Cate Blanchett war noch nie so gut.“

Süddeutsche online eher negativ: „“Blue Jasmine“ heißt der neue, gefeierte Woody Allen. Große Frauenrolle, großes Drama, und dann noch von einem Meister. Müsste man eigentlich gut finden. Wenn der Film nicht vor allem eines zeigen würde: Allens fortschreitenden Weltverlust.“

Cinema online meint: „Der Zuschauer braucht schon ein großes Herz, um ein wenig Sympathie für die egozentrische Hochstaplerin zu empfinden. Dass dies gelingt, liegt vor allem an der umwerfenden Cate Blanchett, die mit rückhaltloser Offenheit die enorme Fall­höhe ihrer Figur auslotet.“

Blue Jasmine

Kino zum Film: hier