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Sie ist 15 Jahre als, versucht es mit einem ersten Freund. Doch als Adèle  auf die Kunststudentin Emma trifft, weiß sie, dass sie Frauen liebt. Es beginnt eine „Amour fou“, die der in Frankreich lebende, tunesische Regisseur Abdellatif Kechiche in drei Stunden und mit leidenschaftlichen Liebes-und Sexszenen auf die Leinwand bannt. Im diesjährigen Wettbewerb in Cannes vertreten, zog der Film Jurymitglied Steven Spielberg derart in den Bann, dass er die Regeln der Preisvergabe brach und Regisseur wie Hauptdarstellerinnen gemeinsam mit der Goldenen Palme auszeichnete.

„La vie d’Adèle – Chapitres 1 et 2“ heißt der Film, der auf der Comicvorlage von Julie Maroh basiert, im Original und deutet an, dass es in der Beziehung der Frauen zwei Phasen gibt: Die erste der großen Leidenschaft und eine zweite, ein paar Jahre später, als die große Liebe an den sozialen Unterschieden zwischen den beiden zerbricht.

Deutschlandradio Kultur hält fest: „Diese Nähe, soviel nackte Haut und schwitzende Körper, das lautstarke Ausleben dieser „amour fou“ überschreitet normale Sehgewohnheiten. […] Und doch sind die Bilder von Kechiche nicht voyeuristisch sondern sinnlich. […] Es ist die Nähe und die Liebe der Kamera zu den Hauptfiguren, die so betört, verzaubert, den Betrachter in den Bann zieht.“

FAZ net lobt: „Aber wir haben lange nicht mehr oder vielleicht überhaupt noch nie gesehen, wie sich eine junge Frau innerhalb von drei Stunden durch die erste Liebe hindurch in ein Wesen verwandelt, das vom Leben schon alles weiß. […]. Man muss „Blau ist eine warme Farbe“ gegen seine kleingeistigen Gegner verteidigen. Soll man da hingehen? Unbedingt.“

Süddeutsche online fasst zusammen: „Der Film ist ein Trip, drei Stunden lang und doch beinah atemlos, aufgeladen in jeder Sekunde.“

Cinema online begeistert: „Ein Kinojuwel von überwältigender Schönheit, Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux spielen mit leidenschaftlicher Hingabe.“

Blau ist eine warme Farbe

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