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Er gilt als einer der größten Fälscherskandale in Deutschland: Jahrzehntelang führte das Ehepaar Beltracchi die Kunstwelt hinters Licht und verdiente damit viel Geld: Er kopierte den Stil bekannter Maler, schuf häufig vermeintlich Neues des Künstlers, gemeinsam verkauften sie die Werke und täuschten selbst ausgewiesene Kunstexperten, die ihre Bilder als echt deklarierten. Selbst Auktionshäuser wie Sotheby’s und Christie’s fielen auf die Fälscher herein.

Im Jahr 2011 erzielte ein von Wolfgang Beltracchi geschaffenes Werk einen Rekordpreis, doch anschließend flog der Betrug auf. Insgesamt gingen die Ermittler von einem Betrugsgewinn von 20 bis 50 Millionen Euro aus, das Paar selbst soll davon 16 Millionen erhalten haben. Die Verurteilung im Herbst 2011 führte bei Wolfgang Beltracchi zu einer Haftstrafe von sechs, bei Helene Beltracchi zu vier Jahren, die beide in offenem Vollzog abbüßen dürfen. Nach Beltracchis Angaben fälschte er im Laufe von 40 Jahren rund 300 Bilder, von denen rund 200 noch unerkannt im Umlauf sein sollen.

Der Deutschlandfunk positiv: „Spannender als die Rekonstruktion eines Kriminalfalls ist in der Dokumentation „Beltracchi – Die Kunst der Fälschung“ ein ganz anderer Aspekt. Es ist eine Frage, die in Zeiten der digitalen Reproduktion immer bedeutender wird: Was unterscheidet eigentlich die Kopie vom Original? „Beltracchi – Die Kunst der Fälschung“: empfehlenswert.

BR online hält fest: „Regisseur des Films ist Arne Birkenstock, der Sohn des Strafverteidigers der selbsternannten „Meisterfälscher“. Er zelebriert vor allem die Ironie der Beltracchi-Karriere und zeigt den Kunstmarkt als gierigen Empfänger der Fälscherware.“

Spiegel online meint: „Anschauenswert wird der Film nur, wenn man ihn als launige Hochstaplerkomödie betrachtet.“

Cinema online resümiert: „Die kurzweilige Doku beleuchtet den Fälscherskandal und entlarvt die Mechanismen des Kunstbetriebs.“

Kino zum Film: hier