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Alle fünf Jahre steht Kassel für 100 Tage Kopf. Dann nämlich, wenn die documenta, die weltweit größte und bedeutendste Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst, in hessischen Stadt ihre Tore öffnet. (vgl. Feuilletonscout vom 2. Juni 2012)

Doch was macht die Kunst eigentlich mit den Menschen in Kassel? Können sie mit den Aktionen und Aufregungen um Werke zeitgenössischer Künstler etwas anfangen? Die Regisseurinnen Katrin und Susanne Heinz, beide selbst in Kassel geboren, porträtieren ihre Stadt vor dem Hintergrund des Kunstspektakels. Um dies zu bewerkstelligen, greifen die beiden mitten rein ins Leben: Während der documenta 13 vor zwei Jahren begleiteten sie eine Taxifahrerin und sprachen mit einer Studentin, die Führungen durch die Ausstellung macht, ließen aber auch Aktivisten und Künstler zu Wort kommen.

Deutschlandradio Kultur meint: „Die Kasselaner selbst nehmen die Documenta hin, sie wissen, dass sie der Stadt Wohlstand schenkt, aber sie blicken verwundert auf das, was da neben ihrer Haustüre passiert. So ergeben sich lustige, schräge mitunter skurrile Situationen, die wahlweise Schmunzeln oder Kopfschütteln provozieren.“

Süddeutsche online fasst zusammen: „Er ist keine Wiedergabe offizieller Deutungsansätze, er will keine umfassende Berichterstattung sein. Er vermittelt Kunst und Event allein durch seine Protagonisten […]“

Die taz eher kritisch: „Wer in letzter Zeit andere Dokumentarfilme über Orte der Kunst gesehen hat, etwa Johannes Holzhausens „Das große Museum“ oder Frederick Wisemans „National Gallery“, wird deren Geduld, deren Ausdauer und deren Hingabe an den Gegenstand vermissen. Katrin und Susanne Heinz verlassen sich zu oft auf den einen Moment, in dem ein Akteur eine These, ein Resümee zum Besten gibt.“

Cinema online hält fest: „Ihr Film blickt hinter die Kulissen der bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Kunst.“

Neu im Kino. „Arts Home is my Kassel“

Kino zum Film: hier