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Greta Garbo hat sie gespielt, Vivien Leigh, Sophie Marceau und nun auch Keira Knightley: Anna Karenina. Die großbürgerliche Ehefrau und Mutter im Russland des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die an ihrer „außerehelichen“ Liebe zum Offizier Wronski, geächtet von der Gesellschaft, zerbricht.

Joe Wright, Spezialist für Literaturverfilmungen (Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ oder „Abbitte“ von Ian McEwan) hat sein Epos – um die gesellschaftlichen Rollen, in denen seine Akteure gefangen sind deutlich zu machen – komplett in ein altes Theater verlegt, hinter dessen Türen sich Oper, Eislaufbahn oder Ballsaal auftun.

Der Deutschlandfunk konstatiert: „Wo Kulissen die ganze Zeit hin und her geschoben werden – und mögen sie auch noch so opulent sein, wo Kamera und Musik, Ausstattung und Kostüme lautstark nach einem Oscar schreien, da bleibt nur noch wenig Platz für Wahrhaftigkeit. Der Realismus, den Tolstois Gesellschaftsporträt auszeichnet, ist geopfert worden für eine überzüchtete, wenn auch – zugegeben – zweifellos imposante Inszenierung.“

Deutschlandradio Kultur hingegen begeistert von der Ausstattung: „Es wird „Oscars“ regnen für diese geniale, außergewöhnlich bewegungsintensive, tänzerische, schwingende, atemberaubend theatralische, lustvolle Choreographie. In einer opulenten Ballsaal-Verführung, die von einzigartiger diskreter Kamera-Brillanz leuchtet, als spektakulärer Schauwert glänzt, mit einem herrlich die Augen füllenden Licht und Design aufwartet.“

Süddeutsche online fasst zusammen: „Ein Naschwerk für die Augen: Joe Wrights Verfilmung von Leo Tolstois Roman „Anna Karenina“ mit Keira Knightley in der Titelrolle versucht sich an einem der größten Liebesromane und verliert sich im pittoresken Bilderzauber. Trotz phantastischer Einzelszenen.“

Cinema online knapp: „Die opulenten Bilder sind spannender als die Handlung“

Filmplakat “Anna Karenina”

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