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Hikikomori nennt man in Japan Personen, die sich in eine selbst gewählte Isolation zurückziehen. Betroffen sind meist junge Männer. Sie beschränken den Kontakt zur Außenwelt auf ein Minimum oder brechen ihn gänzlich ab, sie verlassen Wohnung oder Zimmer nicht mehr, schlafen häufig tagsüber und sind nachts aktiv.

In „1000 Arten, Regen zu beschreiben“ stehen Thomas (Bjarne Mädel) und Susanne (Bibiana Beglau) plötzlich vor der verschlossenen Zimmertür ihres Sohnes Mike. Auch seine Schwester Miriam findet keinen Zugang zu ihm. Bitten, flehen, schreien, toben, verzweifeln – nichts zeigt Wirkung auf den 18-jährigen. Und während Mike sich weiter abkapselt, beginnen Susanne und Thomas, über ihr Leben nachzudenken. Miriam hingegen ahnt langsam, was ihren Bruder zu seiner Tat bewegte.

Die Dresdner Neuesten Nachrichten meinen: „Streckenweise irritiert das Drama durch Leerlauf, dann fasziniert die Intensität der Auseinandersetzung, das sinnlose Warten in klaustrophobischer Atmosphäre vor der Tür, die nicht nur räumliche, sondern auch seelische Enge. Man muss sich allerdings Geduld nehmen und auf die irritierende Familienkonstellation einlassen“

Die Berliner Morgenpost lobt: „Nicht alle Handlungsstränge sind überzeugend erdacht. Doch die drei Hauptdarsteller machen die Phasen von Leugnung, Aufbegehren und Trauer wunderbar sichtbar. So nahe bringen sie einem die Konflikte ihrer Figuren, dass man am Ende selbst an Mikes Tür rütteln und laut „Rauskommen!“ rufen will.“

Focus online begeistert: „Isa Prahl inszeniert ihren ersten Langfilm (großartig dazu die Musik von Volker „Hauschka“ Bertelmann) als sensibles Drama […]“

Cinema online fasst zusammen: „Deutsches Kino, das verstört und provoziert“

 

 

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