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Teresa ist fünfzig. Sie hat ein paar Kilos zu viel auf den Hüften und ihre Brüste hängen auch schon. Sex, geschweige denn, das Gefühl begehrt zu werden, gibt es schon lange nicht mehr in ihrem Leben. Darum reist sie allein, ohne ihre dreißigjährige Tochter, nach Kenia. Dorthin, wo die Männer sie so nehmen, wie sie ist. Aber eigentlich geht es Teresa nicht um Sextourismus, sondern um Liebe, und als ein junger Kenianer ihr davon erzählt, möchte sie es zu gern glauben.

„Paradies: Liebe“ ist der erste Teil einer Trilogie des österreichischen Regisseurs Ulrich Seidl über Frauen, die nach Glück suchen. Teil zwei, „Paradies: Glaube“ erhielt im Herbst bei den Filmfestspielen in Venedig den Spezialpreis der Jury. Teil drei „Paradies: Hoffnung“ wird im Februar auf der Berlinale gezeigt.

Der Deutschlandfunk über den Regisseur: „Er zeigt das Geschäft mit dem Sex im Stil einer Dokumentation. Da gibt es kein Mitgefühl, keine Sympathie, geschweige denn Erlösung für die Figuren. Die strenge Form, die der Filmemacher seinen Bildern gibt, schafft eine übersteigerte Realität. Nichts wird hier ausgespart, was den Film zu einer anstrengenden Prüfung für den Zuschauer macht.“

Spiegel online konstatiert: „Seidl hat es der Grazer Schauspielerin Margarethe Tiesel zu verdanken, dass man an seiner Teresa dann doch irgendwie Anteil nimmt. Streng bis zur Verhärmung, die sich zuweilen in albernem Giggeln und Kleinkindersprache auflöst, dabei naiv und egozentrisch, kann die monströse Figur dadurch Empathie für sich wecken, indem sie den Fremden tatsächlich als Fremde entgegentritt.“

Cinema online fasst zusammen. „Ungeschöntes Sozialdrama, nicht so drastisch wie andere Seidl-Filme.“

Filmplakat “Paradies: Liebe”

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