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Anfang der neunziger Jahre an der französisch-belgischen Grenze. Ruben Vandevoorde , Zollbeamter im kleinen Ort Courquain, ist überhaupt nicht davon begeistert, dass am 1. Januar 1993 im Rahmen des Schengen-Abkommens die Schlagbäume fallen sollen. Verteidigt er doch mit Leib und Seele seine belgische Heimat. Nach einer absurden Verteidigungsaktion wird er zum mobilen Patrouillendienst versetzt. Fortan muss der aufbrausende Franzosenhasser bilaterale Freundschaft üben und mit seinem gutmütigen französischen Kollegen auf Schmugglerjagd gehen. Dieser gibt sein Bestes, sind er und Rubens Schwester doch ein heimliches Liebespaar.

Eher zwiegespalten bewerten die Feuilletons den neuen Film von Dany Boon, der mit „Willkommen bei den Schti’is“ einen Kinohit landete:

Zeit online schreibt: „Doch im Gegensatz zum Vorgängerfilm[…] wirken Vandervoordes Ressentiments ziemlich gaga.[…] Jenseits der platten „Die spinnen, die Belgier“-Botschaft dieser EU-seligen Komödie, die bis jetzt zehn Millionen Franzosen sahen, gibt es jedoch erneut jene quecksilbrig-albernen Momente, die schon Willkommen bei den Sch’tis zum Massenvergnügen machten.“

Süddeutsche online kritisch: „Diesmal liefert er Vorurteils-Klamauk im Grenzbereich, mit Aussicht auf Verbrüderungsmoral. Freilich hat man von Anfang an das beklemmende Gefühl, dass sich der Film an der Figur des rassistischen Rumpelstilzchens Ruben die Comedy-Zähne ausbeißen wird. So geschieht es dann auch. […] Unfreiwillig, die eigenen toleranzpädagogischen Absichten konterkarierend, erzählt „Nichts zu verzollen“ von der Übermacht des Ressentiments.“

Deutschlandradio Kultur urteilt: „Man kann einfach nicht befreit lachen, wenn die alten Grenzzäune als Klamotte wieder hochgezogen werden, selbst wenn Benoit Poelvoorde dem französischen Superstar Dany Boon sehr wohl den Rang ablaufen kann.“

Cinema online dagegen begeistert: „Camemberts gegen Fritten – bei diesem Duell bleibt kein Auge trocken.“

Filmplakat Nichts zu verzollen

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