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Wagnerianische Klänge, die Welt geht unter. Lars von Triers neuer Film nimmt das Ende vorweg. Doch vorher heiratet noch ein junges Paar. Auch wenn der Zeitplan etwas durcheinander geraten ist, scheint die Braut, Justine, gelassen und heiter. Ganz im Gegensatz zu ihrer Schwester Claire, die das Fest organisiert. Die Feier nimmt ihren Lauf. Am Ende des Tages ist alles anders: Die Braut hat sich in ein depressives Häufchen Elend verwandelt, das Paar geht getrennte Wege. Justine bleibt bei der Schwester auf dem Land, um sich zu fangen.

Im zweiten Teil des Films liegt der Fokus auf Claire, Ehefrau und Mutter, die mit Sorge den Verlauf des Planeten „Melancholia“ verfolgt. Wissenschaftler sagen voraus, dass er der Welt gefährlich nahe kommen wird. Angst und Sorge vor dem drohenden Weltuntergang zerfressen Claire, lösen Panikattacken aus während Justine ruhig das Ende der Welt abwartet.

Süddeutsche online dazu: „Und Lars von Trier bietet mit „Melancholia“ denn auch ganz große Oper – wie man so sagt, wenn eine Performance sehr virtuos, sehr pathetisch und künstlich ist und den Zuschauer am Ende erschüttert und etwas ratlos zurücklässt.“

Der Deutschlandfunk begeistert: „Was für eine Eröffnung! Große Oper. Großes Kino. Und ein Versprechen für zwei nicht minder großartige Stunden, die danach folgen. […] „Melancholia“ ist ein Film, der noch lange, nachdem man das Kino verlassen hat, nachwirkt. Ein Verdienst nicht zuletzt der beiden glänzenden Hauptdarstellerinnen Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg. Konsequenter als hier hat bislang kein Film die Apokalypse geschildert.“

Cinema online hingegen negativ: „“Melancholia“ ist eine Studie in Fatalismus und Nihilismus, deren schöne Bilder in ein ästhetisches Nirwana führen. Dazu wackelt ewig die Handkamera, und am Ende ist Dunkelheit. Wer noch nicht depressiv ist, und es unbedingt werden will, dem sei dieser Film dringend empfohlen.“

Zeit online urteilt: „Der Film ist größenwahnsinnig und kitschig, subtil und grausam. Also großartig. Kein Dekonstruktionsspiel mit Zitat und Selbstzitat wird hier betrieben, sondern Gemütserregungskunst im Stil des 19. Jahrhunderts.“

Filmplakat Melancholia

Kino zum Film: hier