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Drei Familien vertrauen sich 1845 dem Trapper Stephen Meek an, um über die Rocky Mountains nach Westen zu ziehen, auf der Suche nach Land.

Die amerikanische Independant-Regisseuring Kelly Reichardts orientiert sich in ihrem Western an der historischen Figur des Trappers, der eine kleine Gruppe von Siedlern anführte, die sich von einem großen Treck getrennt hatte, um eine Abkürzung über die Hochebene der Cascade Mountains zu nehmen. Mit Karren, Ochsen, Pferden und dem gesamten Hab und Gut nehmen sie den beschwerlichen Weg auf sich, bald verloren in der Felsenwüste und bedrohlichen Natur, hungrig und durstig, voll dunkler Ahnungen, dass der Führer sie in eine Falle gelockt hat.

Reichardts erzählt aus der Perspektive der Frauen, die stark und selbstbewusst versuchen, die Situation zu meistern. Realistisch ist ihr Film, ohne viele Worte. Angst schwingt mit, als ein Indianer auftaucht. Hoffnung auch, ist er doch der einzige, der den Weg zu kennen scheint.

Der Deutschlandfunk kommentiert: „Kelly Reichart hat in ihrer Geschichte auf alle Überhöhung verzichtet. Der Film wirkt als sei ihm jede Romantik und jeder Patriotismus ausgetrieben, so wie man Schmutz aus einem nassen Wäschestück wringt.“

Zeit online positiv: „Kelly Reichardts gleichsam empirische Sachlichkeit, die Betonung der praktischen Vorgänge des Lebens, der Blick auf das Alltägliche im Dramatischen, erzeugt alles andere denn entzauberte oder nüchterne Bilder. […]Zwei Stunden dauert Meek’s Cutoff, zwei Stunden Schönheit und klasse Frauen.“

Süddeutsche online fasst zusammen: „So nüchtern Kelly Reichardt den Alltag des Trecks schildert, so poetisch und mythisch aufgeladen sind ihre Bilder. In trostlos schönen Landschaftstotalen entfaltet sich eine Weite und Leere, die zur existenziellen Herausforderung für die Figuren wird.“

Cinema online merkt an: „Der kunstvolle Frauenwestern von Kelly Reichardt war einer der Geheimtipps beim diesjährigen Filmfestival von Venedig“

 Filmplakat Meek’s Cutoff

Kino zum Film: hier