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Sie wird sterben. Das ist klar.
Anne (Emmanuelle Riva) und Georges (Jean-Louis Trintignant) sind alt und schon sehr lange miteinander verheiratet. Sie genießen den Lebensabend, die beiden ehemaligen Musiklehrer, deren Schüler inzwischen berühmt sind. Tochter Eva (Isabelle Huppert) lebt unglücklich verheiratet in London, selbst Orchestermusikerin. Doch nach einem Schlaganfall geht es mit Anne bergab. Nie wieder wolle sie in ein Krankenhaus, erklärt sie, und Georges verspricht, sie daheim zu behalten. Und der Film verlässt die Räume nicht mehr. Begleitet vom Unverständnis der Tochter, bleiben die Eltern zusammen, bis der Tod sie scheidet.

Regisseur Michael Haneke erhielt für „Amour“ in diesem Jahr die Goldene Palme in Cannes.

Zeit online konstatiert: „So geht dieser Film mit dem so schlichten wie selbsterklärenden Titel Amour, so leise, so ökonomisch, so präzise, so großartig inszeniert, bis er irgendwann zu Ende ist. […]Der 81-jährige Trintignant und die 85-jährige Riva, deren Karrierehöhepunkte aus einer Zeit stammen, als Wohnungseinrichtungen wie die von Georges und Anne noch üblich waren, spielen ihre todesnahen Rollen mit – wenn man das so sagen darf – atemberaubender Genauigkeit.“

Süddeutsche online fasst zusammen: „Das große Gemälde der Liebe, in Michael Hanekes „Liebe“ ist es am Ende die sparsamste aller Skizzen – allerdings ohne einen einzigen falschen Strich.“

FAZ net resümiert: „Hanekes Film verdichtet. Wie immer äußerst kontrolliert, nagt er alle Sentimentalitäten ab, bis das Wesentliche sichtbar wird – der Tod und wie er sich einnistet in einem Gefühl, das jahrzehntelang dem Leben zugewandt war: der Liebe.“

Cinema online: „Ein trostloser, schwer erträglicher Blick auf das Sterben im Alter.“

Filmplakat “Liebe”

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