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Vor vier Jahren überraschte die iranische Comiczeichnerin Marjane Satrapi Kritiker wie Publikum mit ihrem ungewöhnlichen, mehrfach preisgekrönten, autobiographischen Zeichentrickfilm „Persepolis“.

Auch in ihrem zweiten Film, ebenfalls auf einen Comic basierend, geht Satrapi in die Vergangenheit. 1958 ist Nasser Ali Khan der beste Geiger Persiens. Eine unerfüllte Liebe hat ihn mit gebrochenem Herzen zurückgelassen. Seine Mutter drängte ihn daraufhin in die Ehe mit der Lehrerin Faringuisse. Nach einem Streit zerstört sie seine Geige. Nasser ist untröstlich, seine Versuche, ein neues Instrument zu finden, scheitern. Doch ohne die Musik scheint ihm ein Leben sinnlos. Er legt sich ins Bett und beschließt, zu sterben. Acht Tage muss er warten, bis der Tod kommt. Währenddessen zieht noch einmal sein Leben an ihm vorbei. Doch am Ende seiner Reise gibt seine Frau nicht auf: Sie versucht, ihren Mann umzustimmen – mit seinem Leibgericht „Huhn mit Pflaumen“.

Süddeutsche online fasst knapp zusammen: „Der Film ist ein surreales Melodram, ein wunderbares.“

Zeit online eher negativ: „Huhn mit Pflaumen ist ein schmackhaftes Gericht der iranischen Küche, das hier auch seinen dampfenden Auftritt hat. Marjane Satrapis Film wirkt jedoch so, als habe sie noch Fisch, Essig, Zucker, Seife und dann jede Menge Geschmacksverstärker hinzugekippt. Wer dieser Tage ins Kino geht, sollte sich – leider – lieber was anderes bestellen. Oder einfach noch einmal Satrapis wunderbaren Comic Persepolis lesen.“

Der Deutschlandfunk kommentiert: „Marjane Satrapis Film ist insofern eine historisch vergangene Utopie, ein lebendiges Porträt des kulturellen Schmelztiegels, der Persien einmal gewesen ist.“

Cinema online resümiert: „„Das Leben ist ein Seufzer“, eingefangen in traumschönen Bildern.“

Filmplakat “Huhn mit Pflaumen”

Kino zum Film: hier