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Die Höhlen von Chauvet in Südfrankreich wurden vor 22.000 Jahren verschüttet. Erst 1994 fanden Amateur-Höhlenforscher einen zweiten Eingang zu diesen einmaligen, weitläufigen Höhlensälen. Darin fanden Forscher die bisher ältesten steinzeitlichen Wandmalereien der Welt. Seitdem ist die Höhle wieder verschlossen. Zu kostbar ist der Schatz, um ihn durch Luft, Licht und Touristenmassen zu zerstören.

Der deutsche Dokumentarfilmer Werner Herzog hat es nun geschafft, eine Drehgenehmigung zu erhalten. Mit nur drei Begleitpersonen, auf 60 cm breiten Stiegen, in nur einer Woche mit vier Stunden Drehzeit pro Tag und einer kompletten 3D-Filmausrüstung filmt er mit flackerndem Helmlicht die urzeitlichen Gemälde. Der Betrachter sieht Tiere, deren Formen dem Stein angepasst sind, galoppierende Wisents mit acht Beinen, um die Bewegung darzustellen, angedeutete Fellmuster.

Unterlegt mit Musik und Herzogs eigenen Kommentaren nimmt er den Zuschauer mit in die Vergangenheit, in „Die Höhle der vergessenen Träume“.

Deutschlandradio Kultur resümiert: „Und um es pathetisch zu sagen, man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.“

Süddeutsche online konstatiert: „ „Höhle der vergessenen Träume“ ist ein Dokumentarfilm, aber keiner, der versucht, zu enträtseln, sondern einer, der mit großer Lust sich durch die Höhle tastet und seine Freude daran hat, dass man nichts endgültig erklären, aber alles mit Phantasie und Poesie erfüllen kann […]“

Zeit online begeistert: „Die Bilder sind das Dokumentarische, die Tonspur liefert eine Interpretation – eine von vielen möglichen. Egal, wie man persönlich die Steinzeitkunst liest: Was bleibt, ist ein überwältigendes Gefühl von Schönheit.“

Welt online fasst knapp zusammen: „Unter extremen Bedingungen drehte Werner Herzog einen berauschenden Dokumentarfilm über diese Bilder in 3D.“

Filmplakat “höhle der vergessenen träume”

CAVE OF FORGOTTEN DREAMS, USA/CAN/D/F/GB 2010 – Regie und Buch: Werner Herzog. Kamera: Peter Zeitlinger

Kino zum Film: hier