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Shin Dong-Hyuk wurde 1983 in Nordkorea geboren. Geburtsort: das Camp 14, ein Strafgefangenenlager. Ab seinem sechsten Lebensjahr musste er nachmittags im Bergwerk arbeiten, morgens lernten die Kinder im Unterricht die Lagerregeln. Zum Alltag gehörten Folter und Hinrichtungen. Jedes Vergehen wurde bestraft. So wurde ein siebenjähriges Mädchen, das in der Klasse, weil es ein paar Maiskörner gestohlen hatte, langsam zu Tode geschlagen. Der Drill war so verinnerlicht, dass Shin Dong Hyuk Mutter und Bruder verriet, als er von ihren Fluchtplänen erfuhr. Die Folge waren Folter und Exekution. Mit 23 Jahren gelang Shin Dong Hyuk die Flucht nach Südkorea.

Dokumentarfilmer Marc Wiese ergänzt die Erzählung Shin Dong Hyuks durch Berichte ehemaliger Folterer und heimlich gemachter Lageraufnahmen.

Deutschlandradio Kultur: „Shin erzählt manchmal stockend, doch immer mit nüchterner Klarheit. Die Kamera filmt ihn geduldig, gelegentlich ist der Text mit animierten Szenen schlicht, aber wirkungsvoll untermalt.“

FAZ net fasst  zusammen: „Doch die Interviews entschlüsseln mehr als den gesprochenen Text allein: Sie zeigen unaufgeregt und unter Verzicht auf musikalische Untermalung einen scheuen, entfremdeten Menschen, dem die Bewältigung seiner Erinnerung in einer unerklärbaren Jetztzeit sichtbare körperliche Anstrengung bereitet.“

Cinema online konstatiert: „Der Film versucht, den grausamen, von Willkür und Folter geprägten Lageralltag in Comic­szenen darzustellen, doch die Bilder im Kopf sind viel schrecklicher.“

Filmplakat “Camp 14″

Kino zum Film: hier