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„Musik ohne Grenzen“ – eine Reise zu Robert Schumann und seinen Zeitgenossen mit dem Duo „Innere Stimme“, Kenji Miuara am Klavier und Rémi Gaché am Euphonium

Duo Innere Stimme

Kenji Miura und Rémi Gaché haben eine große Inspirationsquelle: Robert Schumann (1810-1856) und seine Zeitgenossen. Sogar ihr Name – Innere Stimme – speist sich aus den Engels- und Dämonenstimmen, die den Komponisten immer wieder heimsuchten und inspirierten. Gleichzeitig sind es aber auch die Melodien, die jeder von uns im Kopf hat.

Ungewöhnlich ist aber nicht nur der Name der beiden Musiker, denn sie überraschen ihre Zuhörer gern auch mit der besonderen Instrumentenkonstellation aus Euphonium und Klavier. Mit dem Euphonium, ein Tenor Horn, verbindet das Duo die Themen der deutschen Romantik: leidenschaftliche Liebe, märchenhafte Figuren, den deutschen Wald.

In ihrem Programm „Musik ohne Grenzen“, das sie anlässlich der deutsch-französischen Woche zusammengestellt haben, beschäftigen sich die Künstler allerdings mit einem ganz anderen Thema: die Korrespondenz in Zeiten ohne Internet, E-Mail und sozialen Medien.

Feuilletonscout: Wie sind Sie auf die Idee zu „Musik ohne Grenzen“ gekommen?
Rémi Gaché: „Musik ohne Grenzen“ entstand daraus, dass deutsche und französische Komponisten im 19. Jahrhundert enge Beziehungen hatten: Briefkontakt, Reisen, Rezension… Dank der Musik, gab es einen regen Austausch, obwohl es nicht so leicht war wie heute. Z.B hat Mendelssohn 1845 Chopin geschrieben, um ihn zu bitten, ein Stück für seine Frau Cecile M. B. zu komponieren. Chopin antwortet ihm höflich mit dem Manuskript der Mazurka n°2 op. 59 As-Dur. Diese Geschichte zeigt die Freundschaft, die zwischen den beiden Komponisten existiert hat.
Die deutsch-französische Woche ist eine gute Gelegenheit um so etwas zu präsentieren.

Feuilletonscout: Wie haben Sie sich das Projekt erarbeitet?
Rémi Gaché: Am Anfang haben wir viel unter den romantischen deutschen und französischen Komponisten geforscht, um herauszufinden, welche Musik deutsch-französische Aspekte hat. Ich hatte schon einige Ideen im Kopf (z.B. „Chopin“ von Robert Schumann in seinem „Carnaval“). Dann haben wir Arrangement dieser Stücke für Euphonium und Klavier gemacht. Es war manchmal gewagt, z.B. einen Satz von der Phantastische Symphonie für Duo zu arrangieren!

Feuilletonscout: Was sollen die Zuhörer nach diesem Abend in Erinnerung behalten?
Rémi Gaché: Ich denke, dass alle Zuhörer eine persönliche Erinnerung behalten… Aus meiner Erfahrung sind die Leute immer überrascht von dem Klang des Euphoniums und behalten eine schöne Erinnerung. Ich hoffe auch, dass nach der Vorstellung die Zuhörer verstehen können, dass sie viele Möglichkeiten haben, um zu reisen und zu kommunizieren, Dank der Technologie und der sozialen Medien. So wie die Komponisten sich damals schrieben, können wir heute diese merkwürdigen Mittel benutzen, um in Kontakt zu bleiben.

Das Konzert findet am 13. Januar um 18 Uhr im Institut Français, Salle Boris Vian, 4. Stock, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin statt. Der Eintritt ist frei.

Zu hören sind Kompositionen von Chopin, Berlioz und Schumann sowie anschauliche Erzählungen über die Verbindungen der Komponisten untereinander von Alix Bertrand vom deutsch-französischem Jugendwerk.

 

 

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