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Foto © Havelwasser

Am 22. April ist der Tag der Birne. Er steht für Großzügigkeit, Mitmenschlichkeit und Toleranz. Und wer hätte dies nicht schöner ausdrücken können als der große Theodor Fontane (1819 – 1898) mit dem wohl berühmtesten Gedicht zur Birne, das je geschrieben wurde: „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, in dem der alte Herr von Ribbeck dem Eigennutz seiner Mitmenschen ein Schnippchen schlägt.

Wir feiern gemeinsam und vielen Freunden! Zum 199. Geburtstag des großen Dichters verlost Feuilletonscout mit großem Dank an Havelwasser kulinarische Genüsse rund um die Birne. Schreiben Sie bis zum 20. April, 20 Uhr, in die Kommentarfunktion, warum Sie den Tag der Birne gern feiern möchten und gewinnen Sie

  • Einen Gutschein für ein Picknick im Birnengarten Ribbeck/Havelland für 2 Personen

oder

oder

  • Eine Flasche “EierBirne” (Birnenlikör mit Ei)

oder

  • Eine Flasche “Havler“ (Kräuterlikör)

(Bitte schreiben Sie dazu, ob Sie auch bei der Verlosung für die Feier in Ribbeck dabei sein möchten. Der Gewinn ist übertragbar.) *
*Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es entscheidet das Los.

Der Birnengarten in Ribbeck
ist eine kleine Streuobstwiese mit 23 Birnbäumen und 14 unterschiedlichen Birnensorten im traditionellen Streuobstwiesenanbau. Hier können sich Besucher über die unterschiedlichen Birnensorten und die traditionelle Anbauweise informieren. Oder Sie genießen einfach nur den schönen Garten mit einem Picknick.
Der Birnengarten Ribbeck und der Tag der Birne sind eine Initiative von Rafael Kugel, Unternehmer und Erfinder des neuen Sommergetränks „Havelwasser“ (www.havelwasser.com), gemischt aus Birnensaft und Wein.

Viel Glück beim Mitmachen!

Birnengarten Ribbeck

Birnengarten Ribbeck / © Ralph Pache

 

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit

Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn’s Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste ‘ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb ‘ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. ‘s war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu ‘ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn’ ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet’s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung’ übern Kirchhof her,
So flüstert’s im Baume: »Wiste ‘ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew’ di ‘ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

Bei Verwendung des Textes bitte Quelle angeben bzw. verlinken.