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Siebenbürgen in den Jahren 1904 bis 1914. Der Glanz der Donaumonarchie verblasst, doch der Adel tut, als merke er nichts: Es wird weiterhin gefeiert und Bälle gegeben, gejagt und gut gegessen. Man amüsiert sich bei Gesellschafsspielen und mit Geliebten, versucht, die Töchter und Söhne möglichst geschickt miteinander zu verheiraten, im Sommer reist man nach Südfrankreich und ein bisschen Politik macht man auch. Manchmal löst man Konflikte auch noch per Duell.

In diesem Umfeld bewegen sich die beiden Cousins Graf Bálint Abády und Graf Lászlo Gyeröffy. Ersterer versucht, beeinflusst durch den Westen, die eigene Wirtschaft zu modernisieren, letzterer ist ein talentierter Musiker und Komponist.

Miklós Bánffys (1873-1950) Roman ist der erste Teil einer Trilogie, die in den Jahren 1934-1940 als „Siebenbürger Geschichten“ erschien. Der Paul Zsolnay Verlag in Wien hat ihn jüngst neu herausgebracht.

Zeit online positiv: „Die trostlosen Verwicklungen der beiden jungen Männer und das über den Luxus und Pomp schwebende Unglück ihres Umfelds fangen den Geist einer Epoche ein, in der sich vor unseren Augen zwischen 1904 und 1914 eine Elite zugrunde richtet. Sie tut es mit Stil und Glamour. Stil und Glamour schmücken auch Bánffys Erzählkunst.“

Deutschlandradio Kultur resümiert: „“Die Schrift in Flammen“ ist Menetekel und Melodrama. Eine große Lektüre, bei der sich die melancholische Beschreibungsgenauigkeit eines Joseph Roth mit der Süffigkeit eines ungarischen „Vom Winde verweht“ verbindet.“

 Buchtitel “Die Schrift in Flammen”

Miklós Bánffy
Die Schrift in Flammen
a.d. Ungarischen v. Andreas Oplatka
Paul Zsolnay Verlag, Wien 2012

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