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Lotte Jacobi (1896-1990) entstammte in vierter Generation einer Fotografenfamilie. Ihre Ausbildung absolvierte sie beim Vater während der „Roaring Twenties“ in Berlin, von 1925-1927 studierte sie in München Film und Fotografie. Sie hatte sich bereits einen Namen als Porträtistin von Künstlern und der Kunst gemacht, bevor sie das väterliche Geschäft übernahm. 1935 emigrierte sie zunächst nach New York und lichtete dort im Exil lebende, aber auch amerikanische Künstler ab. 1955 verließ sie die Großstadt und ließ sich in Deering in New Hampshire nieder, wo sie wieder ein Studio betrieb und Arbeiten junger Künstler ausstellte.

Zu den von ihr Porträtierten gehören Bernice Abbott, Martin Buber, Marc Chagall, Albert Einstein, Robert Frost, Egon Erwin Kisch, Käthe Kollwitz,  Peter Lorre, Thomas Mann, Max Schreck, Max Planck,  Eleanor Roosevelt, J.D. Salinger, Edward Steichen, Alfred Stieglitz, Kurt Weill oder Chaim Weizmann.

In den vierziger und fünfziger Jahren schuf sie außerdem so genannte „Photogenics“, Fotografiken, die ohne Kamera entstanden.

Das Käthe Kollwitz Museum Köln zeigt derzeit rund 100 Porträts, die Lotte Jacobi überwiegend im Deutschland der zwanziger Jahren machte. Darunter Auftragsarbeiten ebenso wie Pressefotos, aber auch Fotostrecken aus dem Russland der dreißiger Jahre sowie Arbeiten aus der Zeit des Exils.

Der Generalanzeiger über Jacobis Arbeiten: „Nichts wirkt gestellt, es gibt keine klassische Pose, dafür Atmosphäre satt, Raum für Spontaneität und Geschichten. Jacobi hat mit ihrem einzigartigen Stil die Stimmung, die intellektuelle Coolness und das politisch-kulturell aufgeladene Klima im Berlin der Weimarer Republik festgehalten.“

LOTTE JACOBI – PHOTOGRAPHIEN
eine Ausstellung anlässlich der photokina
noch bis zum 25. November 2012

Käthe Kollwitz Museum
Neumarkt 18-24
50667 Köln

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag: 10:00 – 18:00 Uhr,
Samstag/Sonntag und an Feiertagen: 11:00 – 18:00 Uhr,
Montag:  geschlossen

4 Euro / 2 Euro