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Es gibt Menschen, die haben ein Dutzend helle Hosen und dunkle Hemden im Schrank, sodass sie morgens in ihren Kleiderschrank greifen können und nicht lange überlegen müssen, was sie anziehen sollen. Anderen scheint es völlig gleichgültig zu sein, was sie tragen und ob es zusammenpasst. Die meisten von uns jedoch haben mehr und weniger Spaß und Freude, vielleicht auch Interesse daran, sich modisch zu stylen, Trends zu folgen und sich kleidungsmäßig von der besten Seite zu zeigen. Die tägliche Frage: „Was soll ich heute anziehen“ wird dabei nicht selten von der kritischen Frage begleitet: „Gibt es eigentlich noch so etwas wie eine eigene Mode in Zeiten der Globalisierung?“

„Ja“, sagt die Zeitschrift Querformat in ihrer aktuellen Ausgabe „Anziehen! Transkulturelle Moden“. Denn entgegen des Klischees, sind die so genannten weltweiten Trends, befördert durch Internet und Fashion Weeks, weit weniger einheitlich als wir denken: In ihnen fließen vielmehr politische, wirtschaftliche und technische Dimensionen von Kolonisierungs- und Globalisierungsprozessen mit ein.

Das Heft der Kunsthistorikerinnen Birgit Haehnel, Alexandra Karentzos und Nina Traut sowie des Professors für Medienproduktion Jörg Petri beschäftigt sich ausführlich in Wort und Bild mit der gegenseitigen Inspiration und Abgrenzung in der Mode und legt dabei einen Schwerpunkt auf Afrika und den Orientalismus. Die Themen reichen von Streetwear in Afrika über (Selbst-)Ethnisierungen von Designern bis zur Mode als Reise und Sehnsuchtsort sowie Hightech-Fashion.

Deutschlandradio Kultur hält fest: „Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Querformat“ ist eine bereichernde Fundgrube für das brennend aktuelle Thema Transkulturalität. „Anziehen!“ ist reich bebildert, originell gestaltet und zweisprachig.“

Anziehen! Transkulturelle Moden

Anziehen! Transkulturelle Moden
Querformat. Zeitschrift für Zeitgenössisches, Kunst, Populärkultur, Heft 6
Herausgegeben von Birgit Haehnel, Alexandra Karentzos, Nina Trauth, Jörg Petri
Transcript Verlag, Bielefeld 2014