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Das Ballett „Liliom“ basiert auf dem Theaterstück des ungarischen Dramatikers Ferenc Molnár. John Neumeier, seit 1973 Chef des Hamburger Ballett, adaptierte es für den Tanz, holte sich den oscarprämierten Filmkomponisten Michael Legrand dazu und beide verlegten die Handlung vom Budapester Stadtwäldchen im Jahr 1909 ins Amerika der Dreißiger Jahre, unterstützt von der NDR Bigband.

Der Karussellausrufer Liliom ist der Schwarm aller Mädchen und der Liebhaber seiner Chefin Muskat. Als er sich ernsthaft in die Kellnerin Julie verliebt, verliert er seinen Job. Auf dem Rummel mit ihren vielen bunten Gestalten gerät Liliom in krumme Geschäfte, und um nicht von der Polizeit geschnappt zu werden, ersticht er sich. 16 Jahre später kommt er auf die Erde zurück, um seine Geliebte und sein Kind noch ein letztes Mal zu sehen.

Der Deutschlandfunk kommentiert: „John Neumeier ist ein gefeierter Starchoreograf, selbst dann noch, wenn er zu süßliches Ballett macht“, lobt jedoch die Protagonisten: „Das Wunder dieser Hamburger Aufführung von John Neumeier ist, wie Carsten Jung den Liliom spielt, brutal und sexy, wie man es der immer nur schönen Ästhetik des Hamburg Ballett nicht im Traum zugetraut hätte. […] Neben ihm steht […] die großartige Alina Cojocaru vom Londoner Royal Ballet.“

FAZ net ebenfalls positiv über die Hauptdarsteller: „Zwei Sterne für Hamburg: Alina Cojocaru und Carsten Jung begeistern in John Neumeiers überflüssig sentimentalem Ballett „Liliom“ nach der Vorlage von Ferenc Molnár.“

Welt online resümiert hingegen: „Europäisches Kunstballett und amerikanisches Entertainment, in „Liliom“ paart sich das ideal. […] Wo das Original mit seinem märchenhaft nostalgischen Ton heute leicht ranzig wirkt, beginnt der Ballett-„Liliom“ zu schweben. […] Lange schon gelang ihm nicht mehr eine szenisch, musikalisch wie tänzerisch so gelungene Uraufführung.“

Hamburg Ballett
Caspar-Voght-Straße 54
D-20535 Hamburg

Spielplan und Tickets: hier