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Kunst und Natur. Kunst mit Natur. Natur als Kunst. Die Künstler der so genannten „Land Art“, die in den sechziger und siebziger Jahren neue Wege suchten, zog es vor allem in Regionen mit extremen Naturverhältnissen: Sie sprengten Schluchten in Gesteinsschichten und suchten in der Wüste nach der Neuinterpretation unserer Welt. Gerry Schum porträtierte 1969 in seiner 45-minütigen kommentarfreien Dokumentation den Ansatz dieser Kunstrichtung und prägte den Begriff „Land Art“. Es ist Kunst, bei der der Mensch allein um der Kunst Willen in die Natur eingreift. Dies häufig mit brachialer Gewalt, aber oft auch mit den ihm zur Verfügungen stehenden Hilfsmitteln wie Kamera und Fotoapparat.

Das Haus der Kunst in München widmet sich in einer ersten großen Ausstellung dieser Epoche. Den Besucher erwarten rund 200 Werke von über 100 Künstlern.

Die ZEIT (42/2012) konstatiert: „Wohl noch nie wurde die Land-Art so breit und umfänglich in einem Museum gezeigt wie jetzt im Münchner Haus der Kunst. Hier, im Schutzraum der Institution, soll noch einmal der Himmel aufgehen, hier soll sich einmal mehr der weite Horizont zeigen, nach dem sich so viele Land-Art-Künstler einst sehnten. Zu besichtigen ist die Geschichte einer ungewöhnlich radikalen Kunst.“

Ausstellungsplakat “Land Art”

„Ends of the Earth – Land Art to 1974“
Ausstellung noch bis zum 20. Januar 2013
Infos, Führungen und Einblicke in die Ausstellung: hier

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
80538 München

Öffnungszeiten
Montag — Sonntag 10 — 20 Uhr
Donnerstag 10 — 22 Uhr

10 Euro / 7 Euro