GD Star Rating
loading...

König Lear möchte seine letzten Lebensjahre frei vom anstrengenden Herrscherleben verbringen und beschließt, sein Reich zwischen seinen drei Töchtern aufzuteilen. Vorher unterzieht er sie jedoch einem Liebestest: Diejenige unter ihnen, die ihn am meisten liebt, soll den größten Teil erhalten. Während seine durchtriebenen älteren Töchter ihn umschmeicheln, verweigert sich die jüngste Tochter dem perfiden Spiel. Enttäuscht von seiner Lieblingstochter, enterbt er sie. Bald schon sind die beiden älteren ihres alten Vaters überdrüssig. Verstoßen, irrt Lear umher.

Unterdessen entspinnt sich an anderer Stelle eine weitere Intrige: Der uneheliche Sohn des Grafen von Gloucester macht diesem Glauben, sein leiblicher Sohn wolle ihn ermorden lassen. Gleichzeitig werden dem alten Grafen die Mordpläne gegen König Lear bekannt. Doch jedweder Versuch, rettend einzugreifen, misslingt.

Johan Simons, Intendant der Münchner Kammerspiele, hat Shakespeares „King Lear“ nun neu inszeniert. Das Stück gilt als eine der dunkelsten Tragödien Shakespeares. Simons bringt es als Bauernformat.

Der Deutschlandfunk lobt: „Look there, Johan Simons hat das Königsspiel Lear im Bauernformat auf die Bühne geklotzt und ist dem Stück damit auf seine Art sehr nahe gekommen.“

Die Welt online eher negativ: „Johan Simons hat „König Lear“ an den Münchener Kammerspielen inszeniert. Leider mit unfassbar bescheuerten Kostümen und echten Schweinen. […]Trotz allem ist dieser „König Lear“ nicht totaler Dung, Jauche oder Mist – um im Bauernhof-Bild zu bleiben. Dafür sind die Kammerspiel-Schauspieler einfach zu gut.“

FAZ net vernichtend: „Lauter Grasdackel, die sich gut gelaunt auf dem Rondell wälzen, würgen und balgen, bis kein Hälmchen auf dem Anger mehr wächst und das Drama in Bauerntheaterbröckchen zerlegt ist. Die dann die Schweine fressen. Hysterischer Jubel des Münchner Weltdorfpublikums, das sich offenbar gern ein paar Dorftrottel für einen Shakespeare vormachen lässt.“

Die Frankfurter Rundschau hingegen positiv: „Bodenständig, kraftvoll und mit geschickt eingestreuten Akzenten inszeniert Simons die tragischen Ereignisse rund um den greisen König […] Immer wieder entfaltet das Stück eine große Wucht, vor allem am Schluss, als König Lear die entsetzlichen Folgen seines Irrtums erkennt. […] So simpel und klar kann Theater sein – und so bewegend.“ (dpa)

König Lear
Münchner Kammerspiele

Spielplan: hier

Münchner Kammerspiele
Schauspielhaus
Maximilianstraße 26–28
80539 München