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Vor einem Jahr starb Bernd Eichinger. Plötzlich und unerwartet beim Abendessen mit Freunden im kalifornischen Los Angeles. 62 Jahre ist der Drehbuchautor und Filmproduzent geworden, der die Kinowelt mit Filmen wie „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1981), „Die unendliche Geschichte“ (1984), “Das Geisterhaus“ (1993), „Der bewegte Mann“ (1994), „Das Parfum“ (2006) oder „Der Baader Meinhof Komplex“ (2008) begeisterte.

Nun legt seine Witwe Katja eine Biographie über ihren verstorbenen Mann vor. „BE“ heißt sie und stützt sich auf gemeinsame Gespräche der beiden untereinander, auf Erzählungen von Freunden und auf Interviews. Die verhasste Schulzeit im Deggendorfer Internat findet darin ebenso Platz wie Anekdoten, Beobachtungen, Begegnungen und die Arbeit.

Die ZEIT (38/2012) urteilt: „Katja Eichingers Biographie, […] ist alles andere als mythisch umwölkt. […] Das Sympathische an diesem sehr persönlichen Buch ist die Perspektive der liebevoll bewundernden Distanz. Und die Ehrlichkeit. […] BE zeichnet das Bild eines Besessenen, der das Drehbuchschreiben mit dem Besteigen eines Achttausenders vergleicht.“

FAZ net positiv: „Dafür hat Katja Eichinger in einem ganz entscheidenden Punkt Stil und Takt. Sie weiß, wo man aufhören muss, wo es zu intim oder zu verletzend werden würde; und umgekehrt kommt genug zur Sprache, um Eichinger nicht postum zum diplomatischen, arbeitsamen und faden Erfolgsmenschen schrumpfen zu lassen. […]“BE“ ist eine Biographie, die überfällig war.“

Süddeutsche online konstatiert: „Kann ein Buch von Katja Eichinger, der Witwe und Gefährtin seiner letzten Jahre, dem mehr als weihevolle Erinnerungsarbeit hinzufügen? Erstaunlicherweise ja. […]So kommt es, dass diese 576 Seiten bemerkenswerte neue Einblicke bieten, wie Bernd Eichinger und seine Vertrauten die Welt sahen […]“

Buchcover “BE”

Katja Eichinger:
„BE“.
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2012.

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