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Nahezu unbemerkt in der Menschheitsgeschichte und ignoriert von Kunst und Literatur gingen die Frauen den Alltagsgeschäften nach: Sie zogen die Kinder groß, erledigten Einkäufe, kümmerten sich um ihre Männer.

In ihrem Familienroman nimmt sich die polnische Autorin Joanna Bator dieser vernächlässigten Geschichten an und betritt damit eine ganz eigene Wirklichkeit, in der auch die Ereignisse jüngster polnischer Vergangenheit einfließen. „Sandberg“ – eine westpolnische, vernachlässigte Plattenbausiedlung ist der Schauplatz, an dem die Frauen das Leben im Kleinen meistern, seine großen und kleinen Macken und Unwägbarkeiten, während die Männer in den Kohlemienen arbeiten.

Die ZEIT (31/2011) lobt: „Ein großes Epos aus den abgelegenen Provinzen Europas und des Herzens, ein erstaunliches Lesevergnügen.“

FAZ net ebenfalls positiv: „Schreien und fliegen: Kein Roman verrät mehr über das skurrile und heimelige Leben einer sozialistischen Provinzstadt als Joanna Bators „Sandberg“ – erzählt in verschiedenen Tonlagen und mit viel Sprachwitz.“

Der Deutschlandfunk urteilt: „Bator erzeugt mit ihrem weit ausholenden erzählerischen Gestus und den liebevoll ausgeschmückten Details einen starken Sog, dem man sich gern hingibt, nicht zuletzt, weil Ironie und Lakonie immer dafür sorgen, dass kein falsches Pathos aufkommt.“

 

Joanna Bator
Sandberg
a. d. Polnischen von Esther Kinsky
Suhrkamp Verlag, Berlin
2011

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