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„Janssen und Füssli. Die Geister, die sie riefen...“. Ausstellung im Horst-Janssen-Museum in OldenburgJohann Heinrich Füssli (1741 – 1825) war umfassend gebildet. Als studierter Theologe war er schon mit 20 Jahren Pfarrer. Durch den englischen Gesandten in Berlin kam er in Berührung mit Shakespeare, den er gemeinsam mit dem Diplomaten übersetzte. Anschließend ging Füssli nach London, arbeitete weiter als Übersetzer und entdeckte die Malerei für sich, inspiriert von britischen und schottischen Volkserzählungen, nordischer Mythologie, griechischer Antike, der Nibelungen-Sage, aber auch durch Texte von Dante, Milton und Shakespeare.

In seinen Werken thematisiert er die Welt der Träume und Visionen, räumt Hexen, Geistern, Dämonen und Feen einen festen Platz ein. Zu seinen bekanntesten Bildern zählt „Die Nachtmahr“ aus dem Jahr 1781: ein gnomhaftes Wesen, das eine junge Frau im Schlaf bedrängt und sie in Angstzustände und Atemnot versetzt.

Horst Janssen (1929 – 1995), Hamburger Grafiker und Zeichner, setzte sich in seinem Werk intensiv mit der künstlerischen Welt Johann Heinrich Füsslis auseinander. Seine in den Jahren 1973 – 1975 entstandene Radierfolge „Der Alp – Variationen zu Johann Heinrich Füssli“ steht daher im Zentrum der aktuellen Schau.

Der Bremer Weser Kurier fasst zusammen: „Die ebenfalls eine Museums-Etage einnehmende Gegenüberstellung zeigt Janssens Interpretationen von Füsslis Köpfen und Rückenansichten, seine Zeichnungen und Radierungen zu den modisch ziemlich aufgestylten Frauen bei Füssli und zu dessen Zauberwesen. Paarweise lassen sich „Original“ und Janssens Interpretation wunderbar miteinander vergleichen.“

„Janssen und Füssli. Die Geister, die sie riefen…“
Ausstellung bis zum 21. Februar 2016

Horst-Janssen-Museum
Am Stadtmuseum 4-8
26121 Oldenburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Montag: geschlossen.

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