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Gregory Crewdson fotografiert nicht – er inszeniert. An seinen Motiven aus der Bilderreihe „Beneath the Roses“ arbeiteten bis zu 30 Personen – zumeist Beleuchter – , in der Postproduktion dann noch einmal so viele. Und das über Monate. Doch mit den Ergebnissen dieser Werke festigte der in 1962 in Brooklyn/New York geborene Künstler seinen Ruhm.

Unheimlich ist die Atmophäre in diesen Bildern. Hinter scheinbar harmlosen Szenen liegt eine verborgene Ebene, die den Betrachter gefangen nimmt und Unheilvolles suggeriert. Ihren Ausgangspunkt findet diese Kunst in der Kindheit von Gregory Crewdson. Als Sohn eines Psychoanalytikers hörte er heimlich die Patientengepsräche mit – und war fasziniert von der Welt hinter den Fassaden.

Ein anderer Teil der Ausstellung widmet sich schwarz-weiß Fotos, die Crewdson nach „Beneath the Roses“ in alten Filmstudios in Rom aufnahm, in den Kulissen der Filme von Fellini und Bertolucci.

Die Reihe „Fireflies“ (Glühwürmchen) – entstanden im Sommer 1996 –  beschließt die Ausstellung.

Große Museen wie das Guggenheim in New York widmeten ihm bereits große Ausstellungen. Nun sind seine Fotografien erstmalig in Deutschland zu sehen.

kultiversum lobt: „Die Serie «Beneath the Roses» ist das überragende Herzstück dieser Ausstellung; Stillleben mit Menschen könnte man diese Aufnahmen nennen. Wie in einem Thriller ist man von diesen Großformaten augenblicklich gefangen genommen. Die Szenerien sind einerseits trivial, andererseits beunruhigend gespenstisch und der Betrachter weiß kaum, ob er sich der Schönheit oder der Melancholie ergeben soll.“

Süddeutsche online urteilt: „Die Bilder sind in surreales Licht getaucht, eingefroren in einem beklemmenden Moment, perfekte Kompositionen, die die Wirklichkeit konterkarieren, indem sie diese bis zur Schmerzhaftigkeit überzeichnen.“
Ausstellung vom 2. Juli bis 4. September 2011

Gregory Crewdson
In a lonely place

C/O Berlin
Postfuhramt
Oranienburger Straße 35/36
10117 Berlin

Öffnungszeiten:
täglich von 10 bis 20 Uhr

10 Euro/5 Euro