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Die „36 Ansichten des Berges Fuji“ gehören zu den berühmtesten Werken des japanischen Künstlers Hokusai (1760-1849). Doch in mehr als 70 Jahren schuf er zahllose Bilder, Zeichnungen und Holzschnitte. Seine Motive waren vielfältig: Figuren, Landschaften, Stillleben, Tiere, Volkstümliches. Und seine Mangas – kleine Skizzen, Einfälle, die er in Notizbüchern festhielt und die noch nach seinem Tod so beliebt waren, dass 15 gedruckte Bände daraus entstanden. Er studierte die holländischen Stadtansichten und übertrug die Technik der Zentralperspektive in seine Kunst. Ebenso entdeckte er seine Vorliebe für das importierte „preußisch-blau“. Doch brachte ihm seine Wandelbarkeit in Stil und Genre auch den Vorwurf des Plagiats ein.

Anlässlich des 150jährigen Bestehens des preußisch-japanischen Freundschaftsvertrages sind nun 440 Rollbilder und Holzschnitte aus diesem reichen Künstlerleben in Berlin zu sehen.

Deutschlandradio Kultur: „Denn seine Kunst kommt eher leise daher, selbst wenn sie Bedrohliches zeigt. Sie ist oft heiter, meist harmonisch, zauberhaft und immer wieder einfach schön. Und dabei viel zu reich an Varianten und Motiven, um bloß dekorativ zu sein. Das vermittelt diese umfangreiche Retrospektive – in der man vieles entdecken und sich an manchem nicht satt sehen kann. Ein absolut sehenswerter Blick auf einen faszinierend facettenreichen Künstler.“

FAZ net urteilt: „Seiji Nagata, der japanische Kurator der Ausstellung, hat einen faszinierenen chronologisch geordneten Parcours in die Raumflucht des Gropius-Baus gelegt […].“

Zeit online begeistert: „Diese Ausstellung ist ein Genuss, ein Gewinn, sie ist großartig, weil der Künstler so großartig ist.“

Süddeutsche online schreibt: „Alexander Hofmann, der Kurator der japanischen Abteilung in den Ostasiatischen Sammlungen von Berlin-Dahlem[…] glaubt, wir seien sogar zurückgefallen. Bis in die dreißiger Jahre gab es eine Reihe von Sammlern moderner Kunst, die sich zugleich mit Ostasiatica beschäftigten, diese Tradition sei in Deutschland weitgehend abgerissen. Jetzt gibt es in Berlin die schöne Gelegenheit, etwas gegen diese Verarmung unserer Augen zu tun.“

Hokusai – Retrospektive
26. August bis 24. Oktober

 

Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin

Öffnungszeiten:
Mittwoch-Montag: 10-20 Uhr
Dienstag: geschlossen

9 Euro/6 Euro