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Von seiner Kunst leben musste Gustave Caillebotte (1848-1894) nicht. Denn er war reich. Als Erbe eines Tuchhändlers, der mit Militär-Bettwäsche zu Wohlstand gekommen ist, konnte Caillebotte sich trotz eines Jurastudiums ganz seiner Leidenschaft, der Malerei, widmen.
Aufmerksam beobachtete er die Veränderungen, die Paris im 19. Jahrhundert erlebte – geprägt von den neu entstehenden Boulevards unter Georges-Eugène Haussmann und einer Modernität, die sich vor allem in unzähligen Baustellen und bei der Eisenbahn zeigte. Caillebotte zeichnete und malte, was er sah – und eckte damit so manches Mal an. Fast fotografisches Abbilden von Szenen, ungewöhnliche Perspektiven, Straßenarbeiter mit nacktem Oberkörper, Regentage und Liebespaare im Großformat gehörten nicht zum guten Ton. Doch Gustave Caillebotte war unabhängig. Statt eigene Werke zu verkaufen, unterstützte er großzügig Künstlerkollegen: Monet, Pissarro, Degas oder Renoir – sie alle profitierten von seiner Generosität. Er organisierte Ausstellungen für sie, kaufte ihre Werke und vermachte sie später dem französischen Staat.

Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt/Main widmet Gustave Caillebotte im Tandem mit dem Musée d’Orsay in Paris („L’impressionnisme et la mode“) nun eine große Retrospektive.

Welt online konstatiert: „Die Frankfurter Ausstellung rückt den großen Franzosen endlich ins rechte, nämlich fotografische Licht. Wenn seine Bilder Negative wären und man frische Abzüge davon machen würde, sähe man einer unverändert jungen Gegenwart ins Gesicht.“

Gustave Caillebotte. Ein Impressionist und die Fotografie
Ausstellung noch bis zum 20. Januar 2013

Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
60311 Frankfurt

Öffnungszeiten
Dienstag, Freitag-Sonntag: 10–19 Uhr
Mittwoch und Donnerstag:10–22 Uhr

10 Euro / 8 Euro

Schirn Kunsthalle: Gustave Caillebotte. Ein Impressionist und die Fotografie