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Wie setzt man seinem Leben ein Ende, ohne sich umzubringen? Indem man sich von allem abkapselt, nichts mehr will, nichts mehr denkt, nichts mehr wünscht und ein Leben in völliger Gleichgültigkeit lebt bis hin zum Schlaf mit offenen Augen und dem gedankenlosen Starren auf die gemusterte Tapete. Und dies alles, um das „Gefühl der Existenz“ zu verlieren.

In dem 1967 entstandenen Roman von Georges Perec „Ein Mann der schläft“ geht ein junger Pariser Bohème diesen Weg.

Georges Perec (1936-1982) gehörte zur Autorengruppe Oulipo und wagte in seinen Werken immer wieder Schreibexperimente. So verzichtete er in „Anton Voyls Fortgang“ auf den Buchstaben „e“, während er hingegen in seinem Roman „Les Revenentes“ ausschließlich „e“ als Vokal einsetzte.

Die ZEIT (02/2013) konstatiert: „Der 1967 entstandene Romanüber die moderne Oblomowerei kommt zu dem wenig überraschenden, aber nichtsdestotrotz sehr lesenswertes Ergebnis, dass die große Stille auf dem Grund der Seele zu Lebzeiten doch keine richtig gute Lösung ist.“

Deutschlandradio Kultur lobt: „Der Roman „Ein Mann der schläft“ ist zwar Ende der 80er-Jahre schon einmal auf deutsch erschienen – ist jedoch noch immer viel zu unbekannt bei uns. Dabei ist der schmale Band ein großartiges Leseerlebnis.“

Buchcover “Ein Mann der schläft”

Georges Perec:
Ein Mann der schläft
a.d. Französichen v. Eugen Helmlé
diaphanes Verlag, Zürich 2012

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