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Von Paris war er fasziniert, von seinen Bewohnern, und das alles vor allem bei Nacht. Der französische Fotograf Brassaï, geb. 1899 in Österreich-Ungarn und 1975 in Nizza gestorben, beherrschte wie kein zweiter die Kunst, im Dunkeln zu fotografieren. Mit Hingabe beobachtete er die Pariser Halb- und Unterwelt, verbündete sich mit den Menschen, die seine Motive wurden und konnte so Bilder schaffen wie kein anderer zuvor: Tanzlokale, Revuen, Opiumhöllen und Bordelle, Prostituierte und Tänzerinnen, Schwule und Transvestiten, Ganoven und Liebespaare. Sein Fotoband „Paris de Nuit“ machte ihn 1932 schlagartig berühmt.

Befreundet mit Pablo Picasso und Henry Miller, war Brassaï ein künstlerisches Multitalent: Im Zeichnen, Malen, Bildhauern und Schreiben war er ebenso zu Hause wie bei den Surrealisten oder in der Reisefotografie.

Mit dem Bildband „Brassaï. Flaneur durch das nächtliche Paris“ ist nun ein Buch erschienen, das eine einmalige Chronik des Nachtlebens aus dem Paris der dreißiger Jahre darstellt und gleichzeitig Aufnahmen zeigt, die für die damalige Zeit eine fototechnische Meisterleistung waren.

Deutschlandradio Kultur lobt. „So konzentriert wie hier waren die Bilder noch nie zu sehen. Die Herausgeber Sylvie Aubenas und Quentin Bajac haben ihre Zusammenstellung klug sortiert und sensibel arrangiert. Sie lassen den Fotografien Raum. […]. Bestechend sind zudem die elegante, hoch ästhetische Gestaltung des gesamten Buches und die herausragende Druckqualität. „

NDR.de positiv: „Ein beeindruckendes Buch, das beim Durchblättern schnell zu leidenschaftlichen Begeisterungsrufen führen kann.“

Spiegel online meint: „Ein wunderbares Buch ist es, mit dem man Brassaï durch das nächtliche Paris zwischen den Weltkriegen begleitet.“

Eine Auswahl der Bilder finden sich ebenfalls bei Spiegel online: hier

Brassai

Sylvie Aubenas/Quentin Bajac (Hrsg.)
Brassaï. Flaneur durch das nächtliche Paris
Schirmer/Mosel, München 2013

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