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Die Regisseurin Andrea Breth und Daniel Barenboim haben Alban Bergs Oper von 1921 an der Staatsoper in Berlin in einer neuen Version auf die Bühne gebracht: Die Geschichte um Wozzeck, seiner Geliebten Marie, mit der er ein Kind hat und dem Tambourmajor, der um Marie wirbt, endet tragisch. Wozzeck tötet Marie, wird als Mörder entlarvt und begeht schließlich  Selbstmord.

Das Stück, das auf dem Dramenfragment „Woyzeck“ von Georg Büchner beruht, besticht in seiner Inszenierung durch Zurückhaltung und Minimalismus.

Zeit online bemerkt eher kritisch: „Breths Minimalismus tritt auf, als sei er die Essenz von Theaterregie. […] Die Regisseurin mischt sich kaum ein in das Stück. Ihre Figuren wirken marionettenhaft und wächsern […] Daniel Barenboim und die Berliner Staatskapelle geben sich im spröde klingenden Schillertheater alle Mühe, die expressive Kraft von Bergs Musik gleichermaßen präzise und suggestiv herauszuarbeiten. Es gelingen ihnen Momente wunderbarer Transparenz. Aber ein ums andere Mal zerfällt ihnen das Stück auch polternd in Einzelteile.“

FAZ net hingegen jubelt: „Mit diesem „Wozzeck“ aber, der jetzt die Festtage der Staatsoper eröffnete, hat Andrea Breth sich selbst übertroffen. Die visionäre Strenge, mit der sie das beliebte Stück aus der Inszenierungsfalle des Arme-Leute-Kitsches herausholt, trifft sich dabei mit Daniel Barenboims bezwingender Durchdringung der Partitur am Pult seiner transparent, strömend und prägnant spielenden Staatskapelle.“

Staatsoper im Schillertheater
(wegen Renovierungsarbeiten zurzeit nicht im Opernhaus Unter den Linden)
Bismarckstraße 110
10625 Berlin