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Drei Monologe: „Die Räuber“ von Schiller im Maxim-Gorki-Theater Berlin

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Die diesjährige Theatersaion im Maxim-Gorki-Theater in Berlin steht unter dem Motto „Aufstand proben“. Den Anfang machte Schillers „Die Räuber“ in einer Inszenierung des erst 28-jährigen Antú Romero Nunes.

Franz und Karl Moor sind zwei ungleiche Brüder. Karl, der Erstgeborene ist der Lieblingssohn und Erbe des väterlichen Vermögens. Während des Studiums gerät er durch Leichtsinn in Schulden, doch bevor er um Verzeihung bitten kann, sticht ihn der verhasste Bruder durch eine Intrige beim Vater und bei der Geliebten Amalia aus. Karl gründet daraufhin eine Räuberbande und verwickelt sich immer tiefer in Schuld. Auch wenn er ins Schloss seiner Familie unerkannt Zutritt erhält und die Machenschaften seines Bruders durchschaut, kann er das Verderben nicht aufhalten – Vater und Geliebte sterben.

Nunes inszeniert Schillers erstes veröffentlichtes Drama unkonventionell in drei Monologen der Protagonisten Franz, Karl und Amalia.

Der Deutschlandfunk lobt: „Schillers Räuber, gegeben in drei Monologen in zweieinhalb pausenlosen Stunden: Das war ein sehr direkter und zugleich intellektueller Spaß und ein hochintelligentes, einfallsreiches Theaterbefragungsspiel. Das Publikum war begeistert. Zu Recht. […] Ein hochintelligentes, einfallsreiches Theaterbefragungsspiel.“

rbb Kulturradio stellt fest: „Der junge Erfolgsregisseur des Gorki-Theaters, Antú Romero Nunes, veranstaltet hier mit den Räubern einen Mordsjokus zum Spielzeitbeginn. Nur sehr naive Gemüter konnten eine ernsthafte buchstabengetreue Aufführung von Schillers Schauspiel erwarten […]Wenn man diese Inszenierung als Spaß und Parodie akzeptiert, dann kommt man auf seine Kosten. Wer mehr verlangt, rollt eben doch mit den Augen oder schluchzt für seinen Schiller.“

Die Berliner Morgenpost kritisch: „Aber was nimmt man mit, außer der Erkenntnis, dass die Tiroler lustig sind? […]  Es bleibt rätselhaft. Und die „Räuber“ verharren im Status einer typischen Talentprobe: Vehement gespielt sowie vom Regisseur selbstbewusst jugendfrisch und autark auf die leere schwarze Bühne gestellt. Aber das alles anzusehen, macht doch nur minutenweise Freude.“

„Die Räuber“
Maxim-Gorki-Theater
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin

Spielplan und Tickets: hier

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