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Als „Die Ratten“ von Gerhard Hauptmann 1911 in Berlin ihre Uraufführung hatten, gab es eine kleine Sensation: Nicht nur, dass zum ersten Mal das Schicksal der sozialen Unterschicht auf der Bühne thematisiert wurde, sondern hinzukam, dass die Schauspieler im Berliner Dialekt sprachen.

Hauptmann siedelt sein Stück in der so genannten „Wanzenburg“ an, eine Mietskaserne in der Nähe des Alexanderplatzes. Hier wohnt Henriette John, und hier putzt sie auch im Dachgeschoss beim arbeitslosen Theaterdirektor, der im Fundus seiner Theaterutensilien Schauspielunterricht gibt und sich mit einer seiner Eleven vergnügt.
Henriette verlor einst ihr Neugeborenes und wünscht sich seitdem ein zweites Baby. Als eine junge Polin ungewollt ein Kind erwartet, überredet Henriette sie, es zur Welt zu bringen und es ihr zu überlassen. Doch schon bald fordert die junge Frau ihr Kind zurück. Ein Kampf beginnt, der tragisch endet.

Der Deutschlandfunk begeistert: „Karin Henkel ist nach ihrem in Köln umjubelten Idiot erneut ein großer, zeitlos aktueller Abend gelungen, der souverän durch die Genres des Theaters surft – und schließlich tief in die Eingeweide geht.“

nachtkritik.de konstatiert: „Karin Henkel spielt in ihrer Inszenierung von „Die Ratten“ die beiden Ebenen des Stücks im Miteinander gegeneinander aus, holt die eine in die andere, deutet die eine aus der anderen, maskiert die eine durch die andere. Folgend dem Gedanken von Hauptmann als expressionistischem Vorläufer, hier verwandelt in einen artifiziellen Expressionismus.“

WDR 2 lobt: „Eine vielschichtige Aufführung mit Spitzenschauspielern, gleichzeitig ein berührendes Sozialdrama und eine ironische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Theaters.“

 

Schauspiel Köln
Expo XXI
Gladbecker Wall 5
50670 Köln

Die nächsten Vorstellungen:
30., 31. Oktober, 29., 30. November, jeweils 19.30 Uhr

Gesamtspielplan: hier