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„Die Antiquiertheit der Menschen“. Eine Puppenshow am Schauspielhaus HamburgDer Mensch ist seinem Erfindungsgeist und Entwicklungsdrang zu technischer Perfektion nicht gewachsen. So die These des  1992 gestorbenen österreichischen Philosophen und Schriftstellers Günther Anders. Wir tendierten eher dazu, Humanität zu zerstören. In seinem unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe in Japan 1956 erschienenen Text „Die Antiquiertheit der Menschen untermauert Anders seinen Standpunkt: Der Mensch sei in der Lage, technisch mehr zu entwickeln und einzusetzen als beherrschen und moralisch vertreten zu können.

Die Puppenspielerin Suse Wächter hinterfragt diese These: Warum gibt es dann den Menschen immer noch? Warum hat er sich nicht längst freiwillig von der Welt verabschiedet? Oder ist er in engerem Sinne gar kein Mensch mehr?

kultiversum lobt: „In Hamburg hat die Puppenspielerin und Regisseurin Suse Wächter mit dem Dramaturgen Christian Tschirner den komplexen philosophischen Text in eine beeindruckende Bilder- und Klang-Collage verwandelt“

Im Deutschlandradio Kultur heißt es: „Beim Zusehen vergisst man den Menschen – und sieht irgendwann nur noch das perfekte künstliche Geschöpf: Mensch-Maschinen, die auf ihrer Reise durch die Vergangenheit bereits eine bedrohliche Zukunft ankündigen.“

Welt online fasst zusammen: „Insgesamt bleibt „Die Antiquiertheit des Menschen“ fragmentarisch. Das Stück wirkt nicht ganz fertig, erscheint am Ende rätselhaft und doch schön schräg und voller poetischer Bilder. Kunst, wie sie nur von Menschen gemacht sein kann. Dasselbe gilt für den zauberhaften Charme, der von den „Hamburger Alsterspatzen“ ausgeht, einem Kinderchor, der das Stück musikalisch begleitet.“

Die Antiquiertheit des Menschen
am 24. und 25. April 2016

Schauspielhaus Hamburg
MalerSaal
Kirchenallee 39
20099 Hamburg

 

 

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