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Fast auf den Tag genau drei Jahre nach seiner letzten Veröffentlichung, hat Bruce Springsteen sein 17. Studioalbum herausgebracht. „Wrecking Ball“ ist das erste Album ohne seinen langjährigen Saxofonisten Clarence Clemons, der im letzten Jahr starb.

Mit seinen Songs klagt Springsteen all jene an, die seiner Meinung nach die Verantwortung tragen an dem desolaten Zustand Amerikas. Jene, die die Finanzkrise verschuldet und Menschen in den Ruin getrieben haben, ohne dafür zur Verantwortung gezogen worden zu sein. Und er besingt die „Working Class“, die ihr Geld ehrlich verdient, die nicht in den großen Städten lebt und auf das schnelle Geld aus ist.
Dabei finden sich auf dem Album neben dem bekannten Rock des 62-jährigen auch Anklänge von Folk und Hip Hop.

Deutschlandradio Kultur: „Springsteens Botschaft ist überdeutlich: Amerika, das „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, liegt in Trümmern. […]  und bedarf eines dringenden Richtungswechsels. Wie der aussehen und wie jeder Einzelne dazu beitragen könnte, skizziert Springsteen in einem Elf-Song-Parcours aus bombastischem Stadionrock und knarzig, kantigen Folksongs.“

Zeit online lobst zwar die musikalische Qualität des Albums, sieht Springsteen Amerika jedoch verschwinden: „Das macht Wrecking Ball […] zum besten aller derzeit möglichen Springsteen-Alben. Das Problem liegt woanders. So herzzerreißend dieser letzte Volkstribun des Rock’n’Roll auch an seiner Vision festhält, Springsteens Amerika leidet darunter, dass Legende und Wirklichkeit immer schwerer in Deckung zu bringen sind.“

Süddeutsche online konstatiert:  „[…] gleichwohl malt Springsteen in ihm ein eher düsteres Szenario des Zustands der amerikanischen Nation.“

Focus online kommentiert: „Am Ende bleibt von „Wrecking Ball“ aber nicht nur der universale „Boss“ in bester Erinnerung, sondern, vielleicht sogar noch prägender, sein langjähriger treuer, im vergangenen Jahr verstorbener Adlatus Clarence Clemons {…].“

Springsteen “Wrecking Ball”

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