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„Das Glück der Erde … Zossen, Rösser, Pferde in der modernen Kunst“. Ausstellung im Sprengel Museum Hannover

Marc Chagall “Julnar the Sea-Born and her Son King Badr Basim of Persia.” Aus „Arabian Nights – Four Tales from the Arabian Nights“, New York, 1948 Dschullanâr, die Meermaid und ihr Sohn, der König Badr Bâsim von Persien. Aus „Arabische Nächte – Vier Märchen aus 1001 Nacht“ Farblithografie, 37 x 28 cm Sprengel Museum Hannover, Schenkung Sammlung Sprengel (1969) Foto: Michael Herling/Aline Gwose, Sprengel Museum Hannover © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Im 19. Jahrhundert hatte das Pferd bereits als Präsentationsobjekt der Adeligen ausgedient. In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts verschwand es dann mit Aufkommen der Traktoren auch aus der Landwirtschaft. Dazwischen liegen viele Jahre, in denen das Pferd nicht wegzudenken war: Als Zugtier auf dem Feld, vor Kutschen und Straßenbahnen, in beiden Weltkriegen. Doch bereits nach 1918 verschwand es zunehmend aus dem Straßenbild – die Mechanisierung durch Automobil und der Elektrotram hatte begonnen und das Pferd fand man nun zunehmend bei sportlichen Vergnügungen.

Künstler jedoch ehrten das Pferd weiterhin in ihren Werken, umso häufiger, je mehr es aus dem öffentlichen Leben verschwand. Es symbolisierte Pathos, Erotik und  Leidenschaft oder war Begleiter des Göttlichen. Wie sich die Darstellung des Pferdes in der Kunst seit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte, ist derzeit in 100 Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Gemälden und Skulpturen von Künstler wie Marc Chagall, Franz Marc, Pablo Picasso, Emil Nolde und Renée Sintenis bis hin zu Nachkriegskünstlern und Zeitgenossen wie Marino Marini, Niki de Saint Phalle, Johannes Brus oder Anri Sala im Spregel Museum Hannover zu sehen.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung meint: „Man merkt: Pferde haben Menschen nicht nur lange Zeit von Ort zu Ort bewegt, ihre Stärken sind bis heute bewegende Motive künstlerischer Aktivität.“

Die Cellesche Zeitung hält fest: „Ein besonders sympathischer Aspekt der Ausstellung ist, dass sie zwar zahlreiche große Namen zeigt, aber auch Exotisches […]“

Das Glück der Erde … Zossen, Rösser, Pferde in der modernen Kunst
Ausstellung bis zum 23. April 2017

Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover

Öffnungszeiten:
Dienstag: 10 bis 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Montag: geschlossen

7 Euro/4 Euro/freitags freier Eintritt

 

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