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Das Bachhaus in Eisenach. Noch mit Sonderausstellung "Bach in Berlin" bis November„Alles das zu sammeln und aufzubewahren, was Johann Sebastian Bach und sein Lebenswerk angeht“ – so lautete der Auftrag im Jahr 1907 der Neuen Bachgesellschaft, als sie das Bach-Museum eröffnete. Der große Musiker war hier 1685 geboren und verbrachte seine ersten zehn Lebensjahre in der thüringischen Stadt, erhielt dort seinen ersten Musikunterricht und sang im Schulchor.

Neue Bachgesellschaft

Bereits 1850 gründete sich auf Initiative von u. a. Robert Schumann, Franz Liszt und dem damaligen Thomaskantor Moritz Hauptmann eine erste Bachgesellschaft mit dem Ziel, eine Gesamtausgabe mit Werken von Johann Sebastian Bach herauszubringen. Als dies 1900 geschafft war, löste sich die Gesellschaft satzungsmäßig auf, gründete sich aber unter dem Namen Neue Bachgesellschaft im selben Jahr neu.

Das Bachhaus

Inzwischen zählt das Bach-Museum in Eisenach zu den größten Musikermuseen in Deutschland. Auf 600qm zeigt das Haus rund 250 Originalexponate aus dem Leben und Werk Bachs sowie das „Begehbare Musikstück“, das in modernem Ambiente zum Musikgenuss einlädt. Einmalig sind die stündlichen kleinen Live-Konzerte auf fünf barocken Tasteninstrumenten.
Dennoch: Aufgewachsen ist Bach aller Wahrscheinlichkeit nach in einem anderen Haus, das längst abgerissen ist. Einzig die Holztür im Übergang vom Neu- in den Altbau ist ein Originalstück – und auch dies „nur“ aus der späteren Leipziger Zeit des Komponisten. Sie führte in die Wohnung der Familie in der Leipziger Thomasschule.

Bach in BerlinSonderausstellung Bach in Berlin

Insgesamt drei Mal war Johann Sebastian Bach in Berlin: 1719 musizierte er im Berliner Stadtschloss vor dem Großonkel Friedrichs des Großen, dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg, dem er anschließend die „Brandenburgische Konzerte“ widmete. Der zweite Besuch im Jahr 1741 war privat, doch als Dank für seine Gastgeber entstand die Hochzeitskantate BWV 210. Beim dritten Besuch 1747 traf Bach auf Friedrich den Großen, dem er das „Musicalische Opfer“, eine Sammlung aus Fugen, Flötenkonzerten und zehn Kanons, die bis heute Rätsel aufgeben, schenkte.

Bach in Berlin.
Sonderausstellung bis 8. November 2015

Bachhaus Eisenach
Frauenplan 21
99817 Eisenach

Öffnungszeiten
täglich von 10 – 18 Uhr

8,50 Euro/4,50 Uhr

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