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„Comic in der DDR“. Ausstellung im Stadtmuseum GeraStatt Superman, Micky Maus und Asterix gab es die Digedags und Abrafaxe. West-Comics gab es in der DDR höchstens im Verborgenen. Allein das englische Wort „Comic“ löste in SED-Kreisen Unbehagen aus. Doch Ausmerzen konnten auch sie das Verlangen nach den bunten Bildergeschichten nicht. Und so entstand bereits 1955 das Magazin „Mosaik“ – eben mit besagten Digedags und ab 1976 auch mit den Abrafaxen. Ein Magazin, das weitgehend unpolitisch blieb.

Anders hingegen das Kindermagazin „Atze“ mit seinen Helden, dem Mäusepaar  „Fix und Fax“, in dem vor allem Propagandageschichten zu lesen waren. Andere Magazine brachten Comics auf ihren Kinderseiten, und sogar an amerikanischem Vorbild angelehnte Comics aus Ungarn fanden Eingang in die DDR-Magazine.

Das Stadtmuseum Gera wirft in seiner aktuellen Ausstellung einen eingehenden Blick auf die Comic-Kultur der Deutschen Demokratischen Republik. Rund 90 Serien und 300 Objekte zeigen, was damals als Gegenstück zu Entenhausen & Co. entworfen wurde, darunter 70 Mosaikhefte inklusive der Erstausgabe, sowie viele Originalzeichnungen.

n-tv hält fest: „Vielfalt der DDR-Comics wird gezeigt. […] Für viele Besucher dürfte es eine Reise in die eigene Kindheit werden“

Die Ostthüringer Zeitung fasst zusammen: „Da sich die aktuelle Sonderausstellung aber mit den Bildgeschichten befasst, die in der DDR veröffentlicht wurden, zog es die reiferen ­Jahrgänge an. Und die hatten beim Lesen der gezeigten ­Comics sichtlich Spaß, schwelgten in Erinnerungen an Kindheit und Jugend.“

Comic in der DDR
Ausstellung bis zum 19. Februar 2017

Stadtmuseum Gera
Museumsplatz 1
07545 Gera

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag, Feiertage: 12 bis 17 Uhr

 

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