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Es gibt hunderttausende von Taxis in Kairo. Und sie sind ein beliebtes und gängiges Forbewegungsmittel der Bevölkerung. Bereits 2007 veröffentlichte Chalid al-Chamissi seinen kleinen Band über das, was er während vieler Fahrten von den Fahrern hörte. Was die Bevölkerung bewegt, Menschen wie du und ich, die gut drei Jahre später auf die Straße gegangen sind, um mehr Demokratie zu wagen. Da Umfragen bis dato in Ägypten nicht erlaubt sind, funktionieren die gesammelten Gespräche wie ein Überblilck über Volkes Meinung.

kultiversum: „Dieses Buch ist ein Juwel, war es auch schon, bevor sich die Ereignisse in Ägypten überschlugen. Natürlich liest man es nun mit dem Wissen um die aktuellen Entwicklungen und damit umso gespannter.“

Zeit online resümiert: „Al-Chamissi stellt diese Art des beiläufigen Recherchierens auf den Kopf. Seine teils fiktionalen, teils authentischen Gespräche geben genau das wieder, was der Autor seine Leser hören lassen will: den Stolz, die Wut, die Entlarvung, den Witz, die Hoffnung. Seine Taxifahrer sind keine Recherchequellen, sondern Gestalten wie die kleinen Leute bei Hans Fallada – Identifikationsfiguren, die sagen, dass niemand mit seinen Erfahrungen in diesem Staat allein ist.“

Deutschlandradio Kultur: „Mit dieser Publikation haben wir das ultimative Buch zur ägyptischen Revolution vor uns – nicht nur eines, das uns die Situation am Nil erklärt, sondern auch eines der literarischen Werke, die ein Katalysator der Protestbewegung gewesen sein dürften.“

Chalid al-Chamissi, 1962 geboren, ist Politikwissenschaftler, Journlist und Inhaber einer Medienagentur in Kairo.

Buchcover: Im Taxi in Kairo

Chalid al-Chamissi
Im Taxi. Unterwegs in Kairo
Lenos Verlag 2011
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