Theater

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„Der dressierte Mann“ an der Komödie im Bayerischen Hof

  Eine Theater-Rezension von Stephan Reimertz Was Elizabeth I. und Maria Stuart im England des sechzehnten Jahrhunderts waren, das verkörperten Alice Schwarzer und Esther Vilar in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in West-Deutschland: Amazonen auf feindlichen Posten. Wie bei den beiden Britinnen konnte auch zwischen der rheinischen Feministin und der hochsensiblen, international aufgewachsenen deutsch-argentinischen… Weiterlesen »„Der dressierte Mann“ an der Komödie im Bayerischen Hof
„Der Golem“ – Transhumanismus im Landestheater Oldenburg

„Der Golem“ – Transhumanismus im Landestheater Oldenburg

  Der Mensch altert, bekommt Falten, wird vergesslich, stirbt. Seit jeher versucht er, sich diesem Prozess zu entziehen. Frankenstein, Golem oder künstliches Intelligenz aus dem Computer – die Versuche haben verschiedene Namen. Die Ergebnisse sind meist ähnlich: Das Experiment schlägt fehl, das Erschaffene will und tut nicht, was ihr Schöpfer gewollt hat. Doch die Idee… Weiterlesen »„Der Golem“ – Transhumanismus im Landestheater Oldenburg
25 Jahre Theaterspiele Glyptothek München: Im Jubiläumsjahr feiert das Haus Shakespeare

25 Jahre Theaterspiele Glyptothek München: Im Jubiläumsjahr feiert das Haus Shakespeare

Shakespeare aller Orte. Zum 400. Todesjahr des englischen Dramatikers zeigen die jährlichen Sommerfestspiele in der Glyptothek München sein letztes großes Werk: „Der Sturm“. 12 Jahre ist es her, dass der Herzog von Mailand, Prospero, gemeinsam mit seiner dreijährigen Tochter Miranda von einem machthungrigen Bruder, Antonio, und dem König von Neapel, Alonso, entmachtet und auf einer… Weiterlesen »25 Jahre Theaterspiele Glyptothek München: Im Jubiläumsjahr feiert das Haus Shakespeare
Theater: „Der Bürger als Edelmann“ im Barocktheater der Stiftung Schloß Friedenstein in Gotha

Theater: „Der Bürger als Edelmann“ im Barocktheater der Stiftung Schloß Friedenstein in Gotha

Ein Musiklehrer, ein Tanzlehrer, ein Fechtmeister, ein Philosoph und ein Schneider sollen es richten: der einfältige, aber reiche Geschäftsmann Jourdain möchte es in den Adelsstand schaffen, für Töchterchen Lucile ist die Ehe mit einem Edelmann vorgesehen. Die liebt aber den gutbürgerlichen Kaufmann Cléonte. Jourdain selbst umwirbt die Marquise Dorimène, wobei ihm der Lebe- und Edelmann… Weiterlesen »Theater: „Der Bürger als Edelmann“ im Barocktheater der Stiftung Schloß Friedenstein in Gotha
Open-Air-Sommertheater 2016: „Die Räuber«“ mit dem Theater Kiel auf dem Seefischmarkt

Open-Air-Sommertheater 2016: „Die Räuber«“ mit dem Theater Kiel auf dem Seefischmarkt

Crossover scheint das Wort dieses Sommers zu sein: Die türkische Pianistin AyseDeniz  rockt das Klavier zwischen Klassik und Nirvana, und das Theater Kiel kombiniert kühn Schillers „Räuber“ mit Rockmusik, eigens komponiert von den deutschen Songwritern der Indie-Popband Kettcar, Marcus Wiebusch (Interview hier) und Reimer Bustorff. Anlass ist das diesjährige Open-Air-Sommertheater auf dem Seefischmarkt der Stadt… Weiterlesen »Open-Air-Sommertheater 2016: „Die Räuber«“ mit dem Theater Kiel auf dem Seefischmarkt
„Das Schloss“ nach Franz Kafka am Theater Bonn

„Das Schloss“ nach Franz Kafka am Theater Bonn

Landvermesser K. muss in das Schloss. Er hat einen Auftrag. Zumindest behauptet er das. Doch dort scheint man davon nichts zu wissen. Und auch die Dorfbewohner sind mehr als ablehnend zu K. beäugen ihn mit Misstrauen und geben ihm kein Obdach. Trotzdem gibt K. nicht auf. Immer wieder versucht er, in das Schloss zu kommen… Weiterlesen »„Das Schloss“ nach Franz Kafka am Theater Bonn
„Eyes Wide Open“: Theater- und Tanzperformance auf Kampnagel

„Eyes Wide Open“: Theater- und Tanzperformance auf Kampnagel

Eine untergegangene Zivilisation. Neun Kinder, die, auf sich allein gestellt, in der postdigitalen Landschaft zurechtkommen müssen. Ihr Zuhause – ein Unterschlupf aus Ästen und Fundstücken. Ihr Halt: Tablets, hinter deren schimmernden Displays die Vergangenheit konserviert ist. Regisseurin Barbara Schmidt-Rohr und ihre jungen Darsteller arbeiten bereits zum zweiten Mal, allerdings in minimaler Änderung der Besetzung, zusammen.… Weiterlesen »„Eyes Wide Open“: Theater- und Tanzperformance auf Kampnagel
„Das Eigene | Heimat“ am Societaetstheater Dresden

„Das Eigene | Heimat“ am Societaetstheater Dresden

Heimat. Volkslieder und Volkstanz. Nichts, was man unbedingt auf deutschen Ballettbühnen findet, doch etwas, was uns trotz neuer Medien und globaler Popkultur prägt. Traditionen, die bekannt, wenn auch häufig nicht mehr geläufig sind, schon gar nicht beherrscht werden. In Zeiten von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen und Gruppen wie Pegida in Dresden rückt der Begriff… Weiterlesen »„Das Eigene | Heimat“ am Societaetstheater Dresden
„Die Antiquiertheit der Menschen“. Eine Puppenshow am Schauspielhaus Hamburg

„Die Antiquiertheit der Menschen“. Eine Puppenshow am Schauspielhaus Hamburg

Der Mensch ist seinem Erfindungsgeist und Entwicklungsdrang zu technischer Perfektion nicht gewachsen. So die These des  1992 gestorbenen österreichischen Philosophen und Schriftstellers Günther Anders. Wir tendierten eher dazu, Humanität zu zerstören. In seinem unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe in Japan 1956 erschienenen Text „Die Antiquiertheit der Menschen untermauert Anders seinen Standpunkt: Der Mensch sei in… Weiterlesen »„Die Antiquiertheit der Menschen“. Eine Puppenshow am Schauspielhaus Hamburg
Feuilletonscout empfiehlt ... OHNE ROLF - Erlesene Komik. Kabarett aus der Schweiz

!Tipp: OHNE ROLF – Erlesene Komik. Kabarett aus der Schweiz

Rezension von Barbara Hoppe Jonas Anderhub und Christoph Wolfisberg machen grandioses Kabarett, ohne ein Wort zu sprechen. Gäbe es ein Buch mit dem Titel: „Die 100 Kabarettisten, die Sie in Ihrem Leben live erleben müssen“, so wären die beiden Schweizer ganz vorn dabei. Da stehen sie, Jonas Anderhub und Christoph Wolfisberg, auf der schlichten Bühne… Weiterlesen »!Tipp: OHNE ROLF – Erlesene Komik. Kabarett aus der Schweiz
Musikalische Lesung: „Paare“ mit Nina Hoger und dem Ensemble Noistren

Musikalische Lesung: „Paare“ mit Nina Hoger und dem Ensemble Noistren

„Paare“ lautet die Überschrift des Abends, und damit sind nicht immer nur Frau und Mann und ihre Alltäglichkeiten in der Beziehung gemeint. Da hört man auch schon mal von einem Kellner, der nach 35 Jahren im Job und tadelloser Arbeit plötzlich einem kleinen Jungen erlaubt, ein Loch in den Fußboden zu bohren, um mit Murmeln… Weiterlesen »Musikalische Lesung: „Paare“ mit Nina Hoger und dem Ensemble Noistren
Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig

Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig

Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig

Auf dem Bild: Marta Górnicka und Ensemble | © Volker Beinhorn

Sie schreien, flüstern, sprechen, singen – die 23 Mitglieder des Chores, die derzeit mit „M(other) Courage“ am Theater Braunschweig auf der Bühne stehen. Sie sind Ensemblemitglieder des Theaterhauses, Schauspielstudentinnen aus Hannover und Bürgerinnen und Bürger aus und um Braunschweig, die Regisseurin Marta Górnicka in mehreren Castings auswählte.

Górnicka gewann bereits 2012 mit „Magnificat“ beim europäischen Festival für junge Regie »Fast Forward« mit einem Chorstück. Und sie bleibt sich treu, holt den Chor auf die Theaterbühne zurück. Pur, in Straßenkleidung, ohne Bühnenbild. Bei ihren Stücken sucht Weiterlesen »Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig

„Muttersprache Mameloschn“ am freies werkstatt theater, Köln

„Muttersprache Mameloschn“ am freies werkstatt theater, KölnDrei Zimmer, drei Frauen, drei Lebenswege: Lin, die Großmutter, überlebte das KZ und wurde eine erfolgreiche Sängerin in der DDR, Auslandstourneen inklusive, bis sie ihren Traum vom Sozialismus begraben musste, als ihr die Realität in Form von zunehmendem Antisemitismus entgegenschlug. Clara ist Lins Tochter, die der Mutter vorwirft, sie als Kind vernachlässigt zu haben. Clara möchte ihre jüdischen Wurzeln gern kappen und leidet darunter, dass ihr Sohn in einen israelischen Kibbuz ging und Tochter Rahel aus Interesse am Judentum aus der Enge der Familie ausbricht und sich in New York niederlässt.

Marianna Salzmanns Stück „Muttersprache Mameloschn“ (jiddisch für „Muttersprache“) gewann 2013 bei den Mühlheimer Theatertagen den Publikumspreis und ist für den Kölner Theaterpreis 2015 nominiert.Weiterlesen »„Muttersprache Mameloschn“ am freies werkstatt theater, Köln