Stephan Reimertz

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„Der dressierte Mann“ an der Komödie im Bayerischen Hof

  Eine Theater-Rezension von Stephan Reimertz Was Elizabeth I. und Maria Stuart im England des sechzehnten Jahrhunderts waren, das verkörperten Alice Schwarzer und Esther Vilar in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in West-Deutschland: Amazonen auf feindlichen Posten. Wie bei den beiden Britinnen konnte auch… Weiterlesen »„Der dressierte Mann“ an der Komödie im Bayerischen Hof

„Die Etrusker von Villanova bis Rom“. Glanz und Elend einer einzigartigen antiken Kultur

  Die Antikensammlungen in München zeigen in ihrer Sonderausstellung  ein Volk, dessen Kultur sich beständig wandelte, bis sie in der römischen aufging. Feuilletonscout – Autor Stephan Reimertz hat die Ausstellung besucht,. Derzeit müsste man die Villa Giulia in Rom besuchen, um eine vergleichbare Einbettung etruskischer… Weiterlesen »„Die Etrusker von Villanova bis Rom“. Glanz und Elend einer einzigartigen antiken Kultur

Ausstellung: „El Siglo de Oro. Die Ära Velásquez“ in der Gemäldegalerie in Berlin

Ausstellung: „El Siglo de Oro. Die Ära Velásquez“ in der Gemäldegalerie in Berlin

  Eine Rezension von Stephan Reimertz Zeiten politischen Niedergangs haben oft eine künstlerische Blüte hervorgebracht. Warum gilt das nicht auch für unsere Zeit? Während heutzutage die Atomisierung der künstlerischen Stile und des Kunstmarktes der Zersplitterung der Weltbilder entspricht, führt sich der Zeitgenosse das Panorama geschlossener… Weiterlesen »Ausstellung: „El Siglo de Oro. Die Ära Velásquez“ in der Gemäldegalerie in Berlin

Literatur: Peter Sloterdijk „Was geschah im 20. Jahrhundert? Unterwegs zu einer Kritik der extremistischen Vernunft“

Literatur: Peter Sloterdijk „Was geschah im 20. Jahrhundert? Unterwegs zu einer Kritik der extremistischen Vernunft“

  Eine Rezension von Dr. Stephan Reimertz Peter Sloterdijks Buch „Was geschah im 20. Jahrhundert?“ besteht über weite Strecken aus dem, was Franzosen »truismes« nennen würden; Dingen also, die sich von selbst verstehen. Diesmal verzichtet der Autor auf neue Einblicke oder philosophische Einsichten. Interessanterweise bringt… Weiterlesen »Literatur: Peter Sloterdijk „Was geschah im 20. Jahrhundert? Unterwegs zu einer Kritik der extremistischen Vernunft“

Aufbrechendes Leben, infiziert mit Todeskeim

Aufbrechendes Leben, infiziert mit Todeskeim

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zeigen mit dem Centre Pompidou eine Ausstellung aus dem Nachlass von Karel Appel. Von Stephan Reimertz Ein Tsunami frischer Farben flutet München. Die Pinakothek der Moderne zeigt Arbeiten auf Papier eines Meisters der modernen Mischtechnik. In furioser Leichtigkeit steht der niederländische Maler,… Weiterlesen »Aufbrechendes Leben, infiziert mit Todeskeim

herr beckmann

“Eine dänische Prinzessin”. Eine Kurzgeschichte von Stephan Reimertz

»Haben Sie von Prinzessin Karin gehört?« »Die Nichte der dänischen Königin?« »Ich war sieben Jahre Dienstmädchen bei ihr. Von dem Jahr an, als sie nach Paris kam, bis zu ihrem frühen Tod.« »Woran ist sie gestorben?« »Die Ärzte konnten es nicht sagen. Ich glaube, sie… Weiterlesen »“Eine dänische Prinzessin”. Eine Kurzgeschichte von Stephan Reimertz

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der schriftsteller

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Stephan Reimertz_Logo für FS_WebEin Gedicht von Stephan Reimertz

 

 

 

ich stelle die schrift
die alle welt betrifft

für meinen fleiß
bekam ich einen preis

als stadtschreiber von pusemuckel
hab ich neun monate auf dem buckel

in dem dichten kleinstadtmief
war ich besonders kreativ

mein neuer roman
ist aktuell und kommt gut an

der lektor hat gepfuscht
der verlag hat gepuscht

und mein werk da steht es schon
lobend erwähnt im feuilleton

sonst lebe ich nur in berlin
in diese stadt gehör ich hin Weiterlesen »der schriftsteller

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“Das Mädchen”

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Eine Kurzgeschichte
von Stephan Reimertz

 

Das Hotel war an der Place Dauphine. Ich zahlte für eine Woche im Voraus. Am Abend ging ich durch die Stadt, dachte an meine Jugend und kaufte mir eine Flasche Rotwein, Käse und ein Baguette. Ich ging hinunter zur Spitze der Insel, setzte mich zu den jungen Leuten auf die Steine und schaute den Fluss hinunter. Schiffe mit Touristen fuhren vorbei. Wasser schwappte. Ein paar Jugendliche hatten ein Radio mitgebracht und tanzten. Andere saßen da und rauchten.

»Es ist wie auf einem Boot«, sagte ein Mädchen. Ich drehte mich um. Sie gefiel mir. Mit so einem Mädchen war ich vor langer Zeit zusammen gewesen.

»Haben Sie eine Zigarette?«

»Nein«, sagte ich und goss ihr Wein in den Plastikbecher. Sie rückte näher.

»Sind Sie aus den Staaten?« fragte sie.

»Aus Wisconsin.«

»Wie meine Mutter.«

»Und Ihr Vater?«

»Hab ich nicht gekannt.«

»Das tut mir leid.«

»Nicht Ihre Schuld.«

Sie erzählte von ihrer Mutter und ihrer Großmutter, ihrerWeiterlesen »“Das Mädchen”