Außergewöhnlich (Krimi)

Literatur

Zeitgeist im Kriminalroman: Giorgio Scerbanenco “Das Mädchen aus Mailand”

  Gerade wird seine Tetralogie um den Ermittler Duca Lamberti neu aufgelegt. Es ist Zeit, den Begründer des italienischen Kriminalromans, Giorgio Scerbanenco, neu zu entdecken findet Ingobert Waltenberger, der von „Das Mädchen aus Mailand“ begeistert ist. „Er schaute Davide nicht an, es war ihm egal, ob er ihm zuhörte oder nicht, er sprach vor sich… Weiterlesen »Zeitgeist im Kriminalroman: Giorgio Scerbanenco “Das Mädchen aus Mailand”

!Tipp: Krimimarathon Berlin-Brandenburg vom 5. bis 18. November 2018

  Es wird wieder spannend: Zum neunten Mal präsentiert der Krimimarathon Berlin-Brandenburg an verschiedenen Orten aktuelle Werke der Kriminalliteratur. Der Startschuss fällt dieses Jahr in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen mit den Kölner Autoren Marc Raabe und Peter Gallert. Die weiteren Tage stehen aber vor allem unter dem Stern des nordischen Krimis. Einige der besten isländischen, norwegischen,… Weiterlesen »!Tipp: Krimimarathon Berlin-Brandenburg vom 5. bis 18. November 2018

Literatur

Leichtfüßig und elegant: „Allmen und die Erotik“ von Martin Suter

  Eine Rezension von Barbara Hoppe. Da ist er wieder: Johann Friedrich von Allmen. Verarmter Lebegern, vollendeter Gentleman, genussfreudiger Gourmet und in jeder Situation stilsicher in Habitus wie Kleidung. Es ist das fünfte Bändchen, mit dem uns Martin Suter wieder einmal in die extravagante Welt des hoffnungslos arbeitsunfähigen Allmen entführt, der ohne seinen Carlos und… Weiterlesen »Leichtfüßig und elegant: „Allmen und die Erotik“ von Martin Suter

Literatur

Frau Huber ermittelt: Ihr erster Fall. „Walter muss weg“ von Thomas Raab

  Rezension von Barbara Hoppe. „»Das Schönste im Leben ist die Freiheit, denn dann sagen wir: Hurra« fand da irgendeine Göre genau die richtigen Töne, dazu die sanfte Stimme Roy Blacks. Passender hätte dieser Tag wohl kaum beginnen können. Schwarz eben, wie auch die alte Huber selbst. Ihre Strümpfe, die Schuhe, das Kleid. Ein herrlich… Weiterlesen »Frau Huber ermittelt: Ihr erster Fall. „Walter muss weg“ von Thomas Raab

Literatur

!Tipp: Intrigen und ausrangierte Spione. Mick Herron zeigt in „Slow Horses“ die böse Seite des Agentenlebens

  Rezension von Barbara Hoppe. Alkohol, Drogen, vermasselte Einsätze oder einfach nur der Sündenbock. Wer im Slough House des MI5 landet, ist ein Slow Horse. Ein ausgedienter Gaul, den der Geheimdienst auf elegante Weise nicht loswerden kann, aber loswerden möchte. Chef dieser Außenstelle ist Jackson Lamb. Wir sind einem solchen Typen schon einmal bei Reginald… Weiterlesen »!Tipp: Intrigen und ausrangierte Spione. Mick Herron zeigt in „Slow Horses“ die böse Seite des Agentenlebens

Als Discos noch „Schachtel“ und „Xanadu“ hießen. Michel Decar „Tausend deutsche Diskotheken“

Michel Decars Held rast durch die Bundesrepublik der achtziger Jahre, stolpert bisweilen und kommt dabei ganz schön außer Atem. Von Barbara Hoppe. Dieses Cover. Ist das nicht Al Bano? Eben jener, der mit Romina Power sang und dabei immer so weit den Mund aufriss? Felicità… lalalalalala… Felicità…. Und wir sind mittendrin, in dem Jahrzehnt des… Weiterlesen »Als Discos noch „Schachtel“ und „Xanadu“ hießen. Michel Decar „Tausend deutsche Diskotheken“

„Ein Gentleman in Arles“ oder warum wir Provence-Krimis so lieben

Rezension von Barbara Hoppe. Peter Smith. Das klingt wie Max Mustermann. Unauffälliger kann ein Ex-Agent nicht heißen. Zumindest nicht in England. Wohl aber in Südfrankreich, genauer in Arles, im Herzen der Provence. Hierher zieht es den Mittsechziger, der nach einer aktiven Laufbahn als Spion endlich Ruhe haben möchte und mit seinem Windhund Arthur ein kleines… Weiterlesen »„Ein Gentleman in Arles“ oder warum wir Provence-Krimis so lieben

Organisiertes Verbrechen im Augsburg der Jahrhundertwende: Viktor Glass „Schüssler und die verschwundenen Mädchen“

  Rezension von Barbara Hoppe. 1890 hieß ein Privatdetektiv noch Privatpolizist, Frauen durften nicht alleine in Gaststuben, ohne dass es anrüchig aussah, und mit Dienstmädchen konnte man machen, was man wollte. Viktor Glass, 1950 in Iserlohn geboren und Kenner der Augsburger Industrie- und Sozialgeschichte, führt uns mitten hinein in die damals schon rund 100.000 Einwohner… Weiterlesen »Organisiertes Verbrechen im Augsburg der Jahrhundertwende: Viktor Glass „Schüssler und die verschwundenen Mädchen“

!Tipp: Fast nirgendwo gibt es mehr normale Polizisten. Doch! In Katrine Engbergs „Krokodilwächter“

  Rezension von Barbara Hoppe Warum musste die junge Julie sterben? Gerade erst war sie nach Kopenhagen gezogen, um hier Literatur zu studieren. Jetzt liegt sie erstochen und mit merkwürdigen Schnittwunden im Gesicht tot in ihrer Wohnung. Der alte Gregers fällt buchstäblich über sie, als er den Müll runterbringen will. Für die Kriminalassistenten Jeppe Kørner… Weiterlesen »!Tipp: Fast nirgendwo gibt es mehr normale Polizisten. Doch! In Katrine Engbergs „Krokodilwächter“

Nach dem Albtraum ist vor dem Albtraum

  Maile Meloy schafft mit „Bewahren Sie Ruhe“ einen Roman wie wir ihn nur als amerikanischen Spielfilm kennen. Von Barbara Hoppe Plötzlich sind die Kinder verschwunden. Eben tobten sie noch im seichten Wasser des wunderschön gelegenen Strandes. Und jetzt sind sie weg. Ein Albtraum für alle Eltern. Dabei hatte alles so schön begonnen. Zwei Familien beschließen,… Weiterlesen »Nach dem Albtraum ist vor dem Albtraum

Tatort München: „Kühn hat Ärger“ und wir lieben Jan Weiler dafür

Von Barbara Hoppe Herrlich: Rein in den Sessel, Füße hochlegen, Buch aufschlagen und eine Polizeigeschichte genießen, die man sich gern mal wieder als sonntäglichen Tatort wünscht und leider immer wieder an dieser Stelle vermisst. Jan Weiler, Erfinder des „Pubertier“, das es jüngst mit Stars wie Jan-Josef Liefers, Heike Makatsch, Detlev Buck und Justus von Dohnányi… Weiterlesen »Tatort München: „Kühn hat Ärger“ und wir lieben Jan Weiler dafür

Nicht Noir, sondern Grau: Fuminori Nakamura „Die Maske“

  Rezension von Barbara Hoppe Es scheint, als liebten Japaner einsame Helden.Bei Murakami, Kawakami, Fujiwara finden wir sie und nun auch bei Fuminori Nakamura. Seinen Protagonisten trifft es besonders hart. Hineingeboren in den undurchsichtigen und zwielichtigen Kuki-Clan, wächst der kleine Fumihiro ohne Liebe, dafür mit viel seelischer Grausamkeit auf. Denn Fumihiro wurde nur aus einem… Weiterlesen »Nicht Noir, sondern Grau: Fuminori Nakamura „Die Maske“