Debüt

„Und doch fallen wir glücklich“ von Enrico Galiano

Wenn ein Lehrer ein Buch über Jugendliche schreibt, kann das richtig gut werden. Rezension von Barbara Hoppe

Enrico Galiano ist Lehrer. Aber nicht nur das: Er wird verehrt wie ein Popstar. Der 42-jährige zählt zu den besten 100 Lehrern Italiens, auf Facebook hat er über 85.000 Follower und unter dem Hashtag #poettepiste (Gedichteumarmen) schuf er eine pro-Gedichte-Bewegung, die mit Flashmobs und Plakatierungen die Welt mit Lyrik beglückt.
Mit seinem Debütroman…

Oyinkan Braithwaite: “Meine Schwester, die Serienmörderin”

Rezension von Birgit Koß.

Urkomisch, rotzfrech und mit gesellschaftlichem Tiefgang kommt Oyinkan Braithwaite in ihrem Debüt daher. Die nigerianische Schriftstellerin ist in London aufgewachsen, hat in Kingston, Jamaica, Jura und kreatives Schreiben studiert und lebt seit 2012 wieder in Lagos. „Meine Schwester die Serienmörderin“ stand im letzten Jahr auf der Long List des Booker Preises.

„Die Detektive vom Bhoot-Basar“ von Deepa Anappara zeigt das wahre Indien

Rezension von Barbara Hoppe.

“Wir treten raus in den Smog, der sich in jeden Winkel der Stadt eingenistet hat und unsere Zungen mit einer Ascheschicht bedeckt. Wieder müssen wir einen Fremden nach der Richtung fragen“. Der neunjährige Jai und seine Freundin Pari haben sich weit über die Grenzen ihres Bastis, der illegalen Siedlung, in der sie Zuhause sind, hinausgewagt. Mit der Purple Line und zusammengeliehenem und geklautem Geld aus der Flasche mit dem Notgroschen sind sie „in die Stadt“ gefahren, um nach ihrem Freund zu suchen. Omvir ist verschwunden wie zuvor schon Bahadur. Die beiden Jungen sind wie vom Erdboden verschluckt.

Aja Gabel Das Ensemble

Musik und Liebe in „Das Ensemble“

Rezension von Barbara Hoppe.

Sie sind jung und sie sind ehrgeizig: Jana, Brit, Daniel und Henry sind 1994 zwischen 20 und 25 Jahre alt und auf dem besten Weg, Weltklassemusiker als Streichquartett zu werden. Wenn, ja wenn sie sich nicht selbst im Weg stehen, diszipliniert bleiben und sich weiterhin blind aufeinander verlassen können. Aber genau das ist das Problem: Wie lange…

Die Toten von Marnow

Serienkiller in Meckpomm: „Die Toten von Marnow“

Rezension von Barbara Hoppe.

Es ist der heiße Sommer 2003. Die Gluthitze hat auch Rostock fest im Griff. Kriminalhauptkommissar Frank Elling, im etwas spießigen Ringelrankenweg mit Eigenheim und Familie zu Hause, lässt gerade einen überdimensionierten Swimmingpool in seinen Garten pflanzen. Seine hübsche, aber unnahbare Kollegin Lona Mendt, die aus Hannover nach Rostock kam, steht mit ihrem Wohnmobil immer gerade dort, wo es ihr gefällt, als das Verbrechen unbarmherzig zuschlägt.

golden gate bridge

Humorvoll und voller Leben: Sarah Lapido Manyika „Wie ein Maultier, das der Sonne Eis bringt“

Die 41jährige Sarah Lapido Manyika ist in Nigeria aufgewachsen, hat in Kenia, Frankreich und England gelebt und wohnt nun in San Francisco, genauso wie die Protagonistin ihres ersten Romans. Er erzählt auf überaus humorvolle und sympathische Weise über einige Tage aus dem Leben der 75jährigen Morayo da Silva

Durchs Maisfeld zur Freiheit – eine blutige Wende. Nadine Schneider “Drei Kilometer”

Während in Ostdeutschland viele exaktes Wissen hatten über die westliche Welt, war sowohl der Zugang zum Wissen über die Außenwelt als auch das brutale Festklammern an den Verhältnissen in Rumänien von Staatsseite anders. Im Rahmen dieser Stimmung, dieser Atmosphäre, legt Nadine Schneider, Autorin des in Salzburg und Wien angesiedelten Verlags Jung und Jung, ihre Geschichte an.