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Dass Mode stets im Wandel ist und war, ist nichts Neues. In der Zeit zwischen 1870 und 1970 passierte besonders viel: Die Damenwelt befreite sich vom Korsett, die offenen Schlitze in den langen Unterhosen der Frauen, um mit dem Gestänge besser zur Toilette gehen zu können, verschwanden ebenfalls. Dann zwei Kriege und der Mangel an Kleidung, vor allem nach 1945, als alles vernäht wurde, was Stoff war. Es gab Tragbares aus Nazifahnen, Brautkleider aus Fallschirmseide. Es wurde geflickt, gestopft, aufgetrennt und neu zusammengenäht. Frauen fanden selbständige Berufe rund ums Nähen. Schließlich kam der Stil zurück – mit den Kleidern der fünfziger Jahre und schließlich die sechziger mit ihren immer kürzer werdenden Röcken.

Im Kultur-Bahnhof in Lennestadt-Grevenbrück im Sauerland widmet sich eine Ausstellung diesen bewegten hundert Jahren der Mode. Dabei ist die Schau auch gleichzeitig ein Spaziergang durch die deutsche Geschichte.

Der Deutschlandfunk positiv: „Mit viel Geschmack und Liebe hingegen ist die Ausstellung aufgebaut. Sie zeigt nicht nur alte Kleidung, sondern liefert die Sozial- und Kulturgeschichten dazu gleich mit.“

Der Westen hält fest: „Die Ausstellung kann und will nicht mit den Projekten der großen Modemuseen konkurrieren, aber sie ist ebenso liebevoll wie klug konzipiert. Der Betrachter lernt etwas über die Modestile eines bewegten Jahrhunderts […]“

„störig!“ Kleidung und Mode im Sauerland 1870-1970
Ausstellung noch bis zum 15. Juni 2014
störig_flyer

Museum der Stadt Lennestadt
Kölner Straße 57
57368 Lennestadt-Grevenbrück

Öffnungszeiten:
19.1.2014 bis 15.6.2014
Dienstag 14.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag 14.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr