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Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle: "Max Beckmann. Die Stillleben."Denkt man an Max Beckmann, sieht man vor allen seine figürliche Malerei: die Portraits, vor allem seiner Frauen Minna Tube und Quappi, und Selbstportraits, aber auch seine mythologischen Werke, seine Triptychen und Landschaften. Eher selten hört man von Max Beckmann als Maler von Stillleben. Und doch ziehen sie sich durch das Werk des Künstlers: in den frühen Gemälden ebenso wie in denen der Jahre des Ersten Weltkriegs, der Frankfurter Zeit, wo der Künstler ein Meisteratelier an der Kunstschule des Städel-Museums leitete, während des Amsterdamer Exils nach 1937 und im Exil in den USA, wo er die letzten drei Jahre seines Lebens verbrachte. Er starb 1950 an einem Herzinfarkt 66-jährig mitten in Manhattan auf der Straße.

Die Hamburger Kunsthalle hat sich diese verborgene Seite Max Beckmanns nun angenommen. Verblühte Blumen und erloschene Kerzen, Früchte, Muscheln oder Meerestiere sind die Motive seiner Stillleben, immer wieder ergänzt mit Interieurs, Landschaften, weiblichen Akten oder Selbstportraits. Die Schau zeigt rund 70 Gemälde und einige Aquarelle aus den Jahren 1905 bis 1950 – und präsentiert daneben auch einige der gemalten Originalobjekte.

Tagesspiegel online positiv: „Eine Ausstellung zum Schwärmen. […] Die Hamburger Ausstellung, indem sie sich auf die Stillleben beschränkt, lenkt den Blick in die Tiefe dieser Arrangements. Sie sind nicht so zufällig, wie es den Anschein hat.“

Zeit online hält fest: „Seine Werke, so wie sie hier sehenswert versammelt sind, weisen über die Gattung hinaus – hin zu den anderen großartigen Werken, den Landschaften, den Porträts, den mythologischen Themenbildern, die der Maler hinterlassen hat.“

Deutschlandradio Kultur begeistert: „Eine ganze Ausstellung mit „Stillleben“ – das klingt eher langweilig. […]Stattdessen führt die Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle vor, mit welcher Vehemenz der Maler eben diese traditionellen Vorstellungen des Genres zertrümmert, und es mit Leben füllt. Das ist mitreißend, faszinierend – und alles andere als „still“!“

Max Beckmann. Die Stillleben.
Ausstellung bis zum 18. Januar 2015

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall
20095 Hamburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Donnerstag: 10 bis 21 Uhr, vor Feiertagen 10 bis 18 Uhr
Montag: geschlossen

12 Euro/6 Euro

Biographien über Max Beckmann von Stephan Reimertz:

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