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Sie lebten in der Eisenzeit zwischen 500 v. Chr. bis zu den Eroberungszügen Caesars im Rheinland 58 – 51 v. Chr.: Die Kelten. Sie waren mitnichten als eine Ethnie zu begreifen, auch waren sie keine Nation, sondern vielmehr eine Volkgruppe, deren Verbreitungsgebiet ungefähr zwischen den Quellen der Donau, Marseille und Südostengland lag und deren Sprache, Kultur, Gebräuche und Glaubensvorstellungen sich ähnelten. Gemeinsam war ihnen auch die Kunstfertigkeit, mit der sie Eisen gewannen und verarbeiteten.

Das Landesmuseum in Bonn widmet sich derzeit in einer neuen Dauerausstellung den Kelten, die im Rheinland siedelten. Sie hatten Namen wie Weiskirchen, Wallerfangen und Waldalgesheim und der Stamm der Eburonen kämpfte unter seinem König Ambiorix gegen die Übermacht der Römer. Sie konnten nicht gewinnen, hinterließen der Nachwelt aber vor allem durch reiche Grabbeigaben einen Einblick in ihre Kultur und ihr Alltagsleben. Neben wertvollen Trinkservices und Goldschmuck zeigt die Schau nicht nur die hohe Kunst des Schmiedehandwerks, sondern auch Holzgeräte wie das ältestes Wagenrad, ein Spielzeugschwert oder eine Wäscheklammer.

Im Museum lagern tausende Objekte dieser Zeit, die nun zum Teil erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt werden, zusammen mit Funden aus neuesten Grabungen.
Eim umfangreiches Programm begleitet die Ausstellung. In den Sommermonaten erwartet den Besucher zudem der Nachbau eines keltischen Dorfes.

WDR online fasst zusammen: „Die neue Dauerausstellung zeigt die bislang unterschätzte Hochkultur der Kelten erstmals als eigene zeitgeschichtliche Epoche.“

Ausstellung: "Die Kelten im Rheinland" im Landesmuseum Bonn

Foto: LVR LandesMuseum Bonn

LVR-LandesMuseum Bonn
Colmantstr. 14-16
53115 Bonn

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, Sonntag 11.00 – 18.00 Uhr
Samstag 13.00 – 18.00 Uhr
Montag geschlossen

8 Euro/6 Euro