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Ausstellung: „Die 7 Todsünden“ im Kloster Dalheim, Lichtenau, Ostwestfalen-LippeHochmut, Habgier, Wollust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit – woher kommen die sieben Todsünden, was bedeuten sie heute noch und welche Bedeutung hatten sie im Wandel der Jahrhunderte? 300 Exponate aus 15 Jahrhunderten auf 600 Quadratmetern nehmen den Besucher mit auf eine Reise, die im 4. Jahrhundert beginnt, als Mönche gegen die Sünde kämpften und den ersten Lasterkatalog verfassten. Sie führt weiter zur Versuchung des Heiligen Antonius, zum gläsernen Phallus einer Äbtissin aus dem 16. Jahrhundert, zur Galerie des Casanova, zu Hitlers Weltmachstreben, Knigges Benimmregeln oder auch Rudi Dutschkes Lederjacke.

Die Schau umfasst archäologische Funde, hochkarätige Kunstwerke, seltene Handschriften oder außergewöhnliche Alltagsobjekte und zeichnet den Weg nach vom kirchlichen und weltlichen Wertekatalog des Mittelalters über den Barock mit seiner Verschwendung, hin zu den wilden Zwanziger Jahren und den Nationalsozialismus bis zu den 68ern, als die sexuelle Befreiung auch die Wollust salonfähig machte. Heute gehört Habgier in seiner „Geiz ist geil“ – und „All-you-can-eat“ – Ausprägung zum Alltag.

Die Ausstellung „Die 7 Todsünden“ folgt dem Wertewandel und dem Weg der Menschen mit ihren Stärken und Schwächen hin zur Erfüllung fast aller Wünsche in unserer westlichen Welt.

Der WDR hält fest: „Die Besucher der Ausstellung können überraschende Geschichten erwarten.“

Deutschlandradio Kultur fasst zusammen: „Die Ausstellung bildet den Wandel der Todsünden in den Zeitläufen ab und wird so zu einer Kulturgeschichte der Sündhaftigkeit.“

Die 7 Todsünden
Ausstellung bis zum 1. November 2015
Kloster Dahlheim_Die 7 Todsünden_Faltblatt

Stiftung Kloster Dalheim
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur
Am Kloster 9
33165 Lichtenau

Öffnungszeiten:
dienstags bis sonntags: 10 – 18 Uhr
montags geschlossen, außer an Feiertagen

9 Euro/7 Euro

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