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Johann Gottfried Schadow (1764–1850)

Yvonne Cz / pixelio.de

Yvonne Cz / pixelio.de

Seine Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist weltberühmt, die Prinzessinnengruppe, das Doppelstandbild der Prinzessinnen Friederike und Luise von Mecklenburg-Strelitz, ebenso: Ihr Erschaffer, Johann Gottfried Schadow würde in diesem Jahr 250 Jahre alt werden. Aus diesem Anlass zeigt das Ephraim Palais in Berlin eine Ausstellung, die nicht nur den Bildhauer, Lehrer und Direktor der königlichen Akademie beleuchtet, sondern auch den Privatmann Schadow, der Freimaurer, Schach- und Musikliebhaber sowie Laienschauspieler war. Künstlerisch-bildhauerisch hatte er sich dem klassizistisch-naturalistischem Stil verschrieben.

Dieter Schütz / pixelio.de

Dieter Schütz / pixelio.de

Flankiert wird die Ausstellung durch eine Schau im Knoblauchhaus, die unter dem Titel „Schadows Berlin“ Stadtansichten aus der Zeit von 1800 bis 1840 zeigt.

Der Tagesspiegel hält fest: „Wer Schadow gewesen ist und was er in der Kunst bewegt hat, erfährt man in dieser facettenreichen Ausstellung – nicht nur im Rückblick der Historiker, sondern ebenso in der Anverwandlung durch das Berliner Malerurgestein Johannes Grützke, der wie Schadow Zeiten und Moden trotzt.“

„Unser Schadow“ im Ephraim Palais
„Schadows Berlin“ im Knoblauchhaus
Beide Ausstellungen noch bis zum 29. Juni 2014
Flyer Schadow

Matthias Koeppel (geb. 1937)

Rund 200 Jahre später wagte der Maler und Dichter Matthias Koeppel einen ganz anderen Blick auf Berlin. Der Mitgründer der „Schule der neuen Prächtigkeit“, die einen satirisch-ironischen, realistischen Malstil vertrat, wandte sich in den sechziger Jahren der gegenständlichen Malerei zu. In seinen Bildern dokumentiert und kommentiert er vor allem Berliner Stadtlandschaften und Geschichte. Das Ephraim Palais zeigt in der Ausstellung „Himmel, Berlin!“ Werke aus sechs Jahrzehnte des Schaffens.

Tip Berlin meint: „Der liebt es eben, historische Ereignisse zu überspitzen und zu kommentieren, meist mit ironischem Augenzwinkern.“

„Himmel, Berlin!“
Ausstellung noch bis zum 28. September 2014
Flyer Himmel, Berlin

Das Ephraim Palais

Auch das Ephraim Palais selbst ist einen Besuch wert. In den Jahren 1762 – 1766 entstanden, ließ es Veitel Heine Ephraim, Hofjuwelier und Münzpächter von König Friedrich II., erbauen. Viele Jahre galt das Rokoko-Palais als „schönste Ecke Berlins“. Erst 1935 fiel es dem Erweiterungsbau des angrenzenden Mühlendamms zum Opfer. Die Fassadenteile wurden eingelagert. Im Rahmen eines Ost-West-Kulturgüteraustauschs gelangten die Teile nach Ost-Berlin. Anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins und im Zuge dessen der Neugestaltung des Nikolaiviertels fand das Ephraim Palais seinen heutigen Platz unweit seines einstigen Standorts.

Ephraim Palais
Poststraße 16
10178 Berlin

Öffnungszeiten
Dienstag,  Donnerstag bis Sonntag: 10–18 Uhr
Mittwoch 12–20 Uhr
1. Maifeiertag 10–18 Uhr

5,00 / 3,00 Euro
bis 18 Jahre Eintritt frei
jeden 1. Mittwoch im Monat Eintritt frei

Knoblauchhaus
Poststraße 23
10178 Berlin

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag:  10–18 Uhr
1. Maifeiertag 10–18 Uhr

Eintritt frei