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In Hamburg kommen Giacometti-Fans derzeit voll auf ihre Kosten: Gleich zwei Ausstellungen beschäftigen sich unabhängig voneinander mit dem Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker (1901-1966), dessen „Schreitender Mann“ vor zwei Jahren für 74 Millionen Euro verkauft wurde.

Die Hamburger Kunsthalle richtet in „Giacometti. Die Spielfelder“ den Blick auf das surrealistische Frühwerk des Künstlers, und was dies für das Gesamtwerk bedeutete. Dabei spielt die Idee der „Skulptur am Platz“, die horizontale Ausrichtung der Objekte, eine entscheidende Rolle. Die Schau schlägt einen Bogen von 40 Jahren, repräsentiert von rund 120 Ausstellungsstücken, die zum Teil erstmalig öffentlich zu sehen sind.

Deutschlandradio Kultur lobt: „In „Giacometti. Die Spielfelder“ präsentiert die Kuratorin Annabell Görgen das vermeintlich bekannte Werk des Künstlers unter völlig neuem Blickwinkel – und das absolut überzeugend […]“

NDR online ebenso: „Denn die Ausstellung besticht vor allem durch ihre neuartige Fragestellung. Sie zeigt auf, dass Giacometti in seinem bislang wenig beachteten surrealistischen Frühwerk vieles vorwegnimmt, was er später in seinem Nachkriegswerk ausführt.“

Giacometti. Die Spielfelder
Ausstellung noch bis zum 19. Mai 2013

Das Bucerius Kunstforum hingegen widmet sich umfassend der Portraitkunst Giacomettis. Sie zeigt den kreativen Prozess um die Bildnisse seiner Familie und Pariser Freunde wie Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir, die über viele Jahre entstanden sind. Mit seinen Anfängen im Surrealismus wendet sich Giacometti schließlich der Philosophie des Existenzialismus zu und schließt seine Arbeiten mit den bekannten langgliedrigen, schlanken Skulpturen. Die Schau umfasst 44 Plastiken, 10 Gemälde und 65 Zeichnungen.

Deutschlandradio Kultur konstatiert: „Sinnfällig zeigt die Gegenüberstellung von Intellektuellenporträts und den gleichzeitig entstandenen schmalen Skulpturen, wie sehr Giacomettis Menschenbild Ausdruck des Denkens seiner Zeit ist.“

Alberto Giacometti. Begegnungen.
Ausstellung noch bis zum 20. Mai 2103

Hamburger Kunsthalle
Glockengießerwall am Hauptbahnhof
20095 Hamburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10 bis 21 Uhr, vor Feiertagen 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

12 Euro/5 Euro

Bucerius Kunstforum
Rathausmarkt 2
20095 Hamburg

Öffnungszeiten:
täglich von 11 bis 19 Uhr
donnerstags bis 21 Uhr geöffnet

8 Euro/5 Euro